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13/11/08

Der Poet des Underground

Jonas Mekas


Er ist Schriftsteller, Kritiker, Poet, und er dreht immer wieder Filme – der Amerikaner Jonas Mekas. Seit Jahrzehnten ist er Held und Vorreiter des amerikanischen Avantgardekinos.

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Geboren wurde er in Litauen und nach dem Zweiten Weltkrieg fand er seine zweite Heimat in New York – dort lebt er jetzt seit einem halben Jahrhundert. Seine Filme sind Experimente, in denen sich die Grenzen zwischen Kunst und Kino, Privatem und Öffentlichem völlig auflösten. Sein Magnus Opum „As I was moving ahead occasionally I saw brief glimpses of beauty“ ist 288 Minuten lang, poetisch, verstörend und ein radikaler Bruch mit allen Konventionen des Erzählkinos. Dafür bewundern ihn Regisseure wie Martin Scorsese.

Jetzt ist sein Werk aus in Europa zu entdecken. Das Kölner Museum Ludwig widmet ihm eine große Retrospektive und zeigt alle seine Filme. Metropolis hat Jonas Mekas in New York besucht, in den Räumen der Anthology Film Archives, der weltweit größten Sammlung von Avantgardefilmen, die er mitbegründet hat. Metropolis zeigt Werke und Installationen des Künstlers. Und Szenen aus seinem Film „Scenes from the Life of Andy Warhol“. Jonas Mekas lernte den damals noch unbekannten Andy Warhol in den frühen sechziger Jahren kennen – und sein Film ist eine Tour de Force durch Partys, Ausstellungseröffnungen und Ateliers, gedreht auf einer Amateurkamera und nur unterlegt mit der Musik von Velvet Underground.

Während der sechziger und siebziger Jahre wurde Jonas Mekas zum Paten einer neuen Künstlergeneration geworden, die seine Filme und Schriften bewunderte. Heute ist er der große alte Mann des Avantgardekinos

Die Ausstellung im Museum Ludwig in Köln läuft bis zum 01.03.2009



Autor: Joachim Haupt

Erstellt: 07-11-08
Letzte Änderung: 13-11-08


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