Fraglos eine Schlüsselfigur der Kurzfilmszene der 80er- und 90er Jahre - insbesondere als Regisseur der Filme Die Jungfrau der Theken, Sterben wie Gemüse und Wird er vorbeikommen? - ist Claude Duty außerdem ein privilegierter Zeitzeuge der Kurzfilmkultur der letzten 20 Jahre. Nun erscheinen seine Kurzfilme vereint auf einer DVD. Eine gute Gelegenheit für "KurzSchluss - Das Magazin" sich mit Claude Duty zu treffen, bei ihm in Rouen.Außerdem zeigt "KurzSchluss - Das Magazin" einen Auszug aus Plat de Couscous, einem Archivfilm, der noch einmal Claude Dutys zahllose Auftritte auf den Kurzfilmfestivals der Welt heraufbeschwört.
Claude Duty wurde 1946 in Tunis geboren. Ende der 1950er-Jahre ließ er sich in Frankreich nieder. Schon früh interessierte er sich für das Kino und drehte Filme im Super-8-Format und später im Filmklub seines Gymnasiums im 16-mm-Format. Nach einem Kunststudium arbeitete er als Werbegrafiker. In seiner Freizeit drehte er Kurzfilme, die er mit seinen Ersparnissen finanzierte. Dutys Filme waren die eines „aufgeklärten Amateurs“; er umgab sich mit Profis, meist Freunden, die ihm auf seinen oft vom Zufall gesteuerten filmischen Reisen gern folgten. Erste Anerkennung bei Publikum und Kritik fand er mit seinem Film La religieuse de Diderot, der 1978 auf verschiedenen Festivals lief und mehrere Auszeichnungen erhielt. Seither zählt Duty zu den interessantesten französischen Kurzfilmregisseuren. 1996 schlug ihm Olivier Assayas vor, die Schlussszene von Irma Vep zu drehen. Nach Abschluss dieser aufwändigen Arbeit begann Claude Duty, sich voll und ganz dem Filmemachen zu widmen und experimentierte weiter mit verschiedensten Filmgenres und -techniken (Fiction, Animationsfilm, Experimentalfilm usw.).
2002 drehte er mit Filles perdues, cheveux gras seinen ersten Langfilm ein Jahr später folgte Bienvenue au gîte. Derzeit arbeitet Claude Duty an einem Dokumentarfilm und einem experimentellen Kurzfilm.
- Filmografie
1974 - Le courant d'air
1976 - Les contes du noyé bague
1978 - La religieuse de Diderot
Rêves de vaches 1979 - Mode d’emploi
1980 - J’en bave
1981- Observation de l’hématozoaire de Laveran
1982 - Poppée
1984 - Intra-muros
1985 - Cache-watch
1986 - Les énervés de Jumièges
1988 - Mourir en Macédoine1990 - Dialogues givrés
Ménage à froid
1991 - Passera-t-il ?
1992 - Retour de bâton
1995 - La pucelle des zincs
Pierres & Claude
Stigmates
1996 - Irma Vep 1997 - Rupture imposée
Rupture de fin d’été
Poids et moi
1999 - En plein dans la cuisse
2000 - Le goût du couscous
2002 - Filles perdues cheveux gras
2003 - Bienvenue au gîte
Wiederholung am 10. Februar um 14.30 Uhr angereicht um den Kurzfilm Glenn, der großartige Läufer, von Anna Erlandsson, und Adolfo, Spielfilm von Sofi Delaage.







per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

