Dieser lebt mit seinen drei Frauen, der weisen Banalandju, der eifersüchtigen Nowalingu und der jungen Munandjarra, in einem kleinen Lager. Sein jüngerer Bruder Yeeralparil, selbst noch ledig, hat ein Auge auf die hübsche Munandjarra geworfen und sucht immer neue Vorwände, sich in ihrer Nähe aufzuhalten.
Eines Tages erscheint ein fremder Hexer im Dorf und stiftet Unruhe. Er wird von Ridjimiraril fortgeschickt. Als Nowalingu kurz darauf verschwindet, ist dieser überzeugt, der Fremde hätte sie entführt. Eine Gruppe macht sich auf die Suche nach ihr - ohne Erfolg. Als der Honig-Mann Birrinbirrin den Fremden in der Nähe gesehen haben will, begibt sich Ridjimiraril auf einen verhängnisvollen Rachefeldzug, denn sein Speer trifft den falschen Fremden. Dessen Stamm fordert eine Wiedergutmachung und die beiden Brüder sehen sich mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert ...
ZUSATZINFORMATION
Entstanden ist der erste Film in Aborigine-Sprache, in dem sich westliche Erzähltraditionen mit einheimischen Überlieferungen und Kulturpraktiken vermischen. So stellt das komplexe soziale Gefüge der Yolngu ungewöhliche Herausforderungen an die Besetzung der Darsteller, die alle aus dem Dorf stammen und deren Regeln des Zusammenlebens auch auf der Leinwand eingehalten werden müssen.
Darüber hinaus gelingt es "10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen" auf faszinierende Weise, das mediale Selbstempfinden des Stammes in den Film zu integrieren. Für die visuelle Gestaltung einer Enteneierjagd beispielsweise greift der Film auf eine Reihe alter Fotografien zurück, die in den 30er Jahren vom Anthropologen Donald Thomson angefertigt wurden. Für den Stamm repräsentieren diese Bilder eine vergangene Zeit: Längst haben Fernsehen, Internet und Allradantrieb Einzug in Ramingining gehalten und viele der im Film gezeigten Rituale und Handwerke mussten neu erlernt werden. Die friedvolle "Thomson-Zeit" wurde in Schwarz-Weiß-Bildern rekonstruiert, während die Sagen der Vorzeit über Liebe, Eifersucht und Rache in bunten Farben ausgeschmückt wurden.
"10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen" wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als bester australischer Film des Jahres, und gewann den Jury-Preis der Sektion "Un Certain Regard" bei den Filmfestspielen in Cannes.







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