Schriftgröße: + -
Home > Kultur entdecken > Frankfurter Buchmesse 2009

Frankfurter Buchmesse

Gespräche mit Autoren, Impressionen aus dem Gastland China und vieles mehr waren Thema am ARTE Stand.

> Mein Buchtipp

Frankfurter Buchmesse

Gespräche mit Autoren, Impressionen aus dem Gastland China und vieles mehr waren Thema am ARTE Stand.

Frankfurter Buchmesse

ARTE Bücherfest - 15/10/09

10 Literaturhaus-Chefs: 10 Buchtipps

Die Leiter der Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen "ihr" Buch im Herbst 2009 vor

Previous imageNext image

Maria Gazzetti (Literaturhaus Frankfurt)
Anne Wazemsky: Jeune Fille
Das Mädchen Marie: Der unvergleichbare Robert Bresson erzählt in seinem Film „Zum Beispiel Balthazar“ die Geschichte eines Esels, der von zwei Kindern Marie und Jacques aufgenommen wird. Marie im Film ist im wahren Leben die Autorin Anne Wiazemsky, Schauspielerin und Ehefrau von Jean-Luc Godard. Mit „Jeune Fille“ schreibt sie eine bewegende Hommage an Bresson und die bezaubernde Geschichte eines Mädchens, das sich an einem Sommer von der Kindheit verabschiedet.

Birgit Peter (Literaturhaus Leipzig)
Martín Kohan: Zweimal Juni
Martín Kohans Romane beweisen: Die Enkel von Jorge Luis Borges haben viel über ihr Land zu erzählen, das weit mehr zu bieten hat als das grazile Spiel eines Diego Maradona oder die musikalische Verführungskraft des Tangos.

Ernest Wichner (Literaturhaus Berlin)
Siegfried Jägendorf: Das Wunder von Moghilev
„Kein Land außer Deutschland war an der Vernichtung der Juden in solchem Maße beteiligt wie Rumänien.“ So der Holocaust-Forscher Raul Hilberg. Auf welche Weise man mit Tatkraft, Klugheit und Mut auch die Hölle des auf Vernichtung abzielenden Ghettos überleben konnte, erzählt dieses Buch.

Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg)
William Trevor: Liebe und Sommer
Ein irischer Sommer in der Provinz: Die junge Farmersfrau Ellie verliebt sich in den Hobbyfotografen Florian und träumt davon, mit ihm allen Alltag hinter sich zu lassen und das Leben neu zu leben. Altmeister William Trevor erzählt davon mit grandioser Präzision und mit einfühlsamem Blick für Schicksale, die vom Glück nicht beschienen werden, selbst im Sommer.

Reinhard G. Wittmann (Literaturhaus München)
Matthias Politycki: Jenseitsnovelle
Matthias Polityckis Novelle ist ein wunderbar elegant geschriebenes Spiel mit Realität und Fiktion, Leben und Tod. Kunstvoll vermischen sich in diesem dichten, starken Text Traum und Alltag, altchinesischer Mythos und pubertäre Gier. Die "Jenseitsnovelle" ist ein Buch über Liebe und Treue.

Florian Höllerer (Literaturhaus Stuttgart)
Brigitte Kronauer: Zwei schwarze Jäger
Schwarze Jäger sind sie in diesem Roman alle, Jäger von Momenten der Entrückung und zugleich deren Gejagte. Lebensentwürfe und Zukunftsphantasien wehen durch den Roman und ziehen seine Bewohner mit Löwenkräften hinan und mit Kettengerassel hinab. Ein außergewöhnliches Buch von Brigitte Kronauer – ein Pleonasmus, denn was sollte ein Buch Brigitte Kronauers anderes sein als außergewöhnlich?

Reiner Mnich (Literaturhaus Rostock)
Holger Böwing: Jakob Leising
Was hier vor mehr als zwanzig Jahren als Buch über ein Spezialkinderheim in der DDR entstand, ist in einigen Teilen überraschenderweise heute noch immer aktuell und bietet zudem eine erfrischende Lektüre.

Thomas Böhm (Literaturhaus Köln)
Norbert Scheuer: Überm Rauschen
Norbert Scheuers Bücher zu lesen heißt, die Aufmerksamkeit für die winzigen, fast unsichtbaren Dinge zu schärfen. Dinge, die nicht aus einer anderen Welt stammen, sondern aus einem Kosmos der Weltliteratur: Kall in der Eifel.

Tomas Friedmann (Literaturhaus Salzburg)
David Peace: Tokio im Jahr Null
Tokio nach dem Krieg.
Brutal. Faszinierend. Schaurig.
Ein atemberaubendes Buch. Ein doppelbödiger Krimi. Ein unvergleichlicher Roman.

Beatrice Stoll (Literaturhaus Zürich)
Peter Stamm: Sieben Jahre
Peter Stamms Roman «Sieben Jahre» kommt ganz harmlos daher; nach und nach aber verdichtet sich dieser Beziehungsroman zu einer Enthüllung der obskuren Seiten des menschlichen Unterbewusstseins. Das ist so schauderhaft wie genial gemacht.

Erstellt: 06-10-09
Letzte Änderung: 15-10-09


+ aus Kultur entdecken