

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist das Leben des Menschen keineswegs von vorbestimmter Dauer. 100 oder 120 Jahre alt zu werden und sich dabei bester Gesundheit zu erfreuen, ist rein physiologisch durchaus möglich. Krebs sowie Herz- und Gefäßkrankheiten sind heutzutage die häufigsten Todesursachen. Doch für Dr. Christophe de Jaeger, dem Leiter des Pariser Forschungsinstituts für Alterung, sind diese Krankheiten vorhersehbar. Die Anti-Aging-Medizin inspiriert sich an der chinesischen Medizin, nach dem Motto „Vorbeugen ist besser als heilen“. In Zukunft werden wir unseren Körper warten und instandhalten wie heute unsere Autos. Wir werden ihnen den erforderlichen Kraftstoff zuführen, Verschleißteile reparieren oder gar auswechseln.
Im Bereich der Organtransplantation wurden enorme Fortschritte verzeichnet. Vor einigen Monaten erhielt ein Mann zwei Armtransplantate. Herz- und Lungenverpflanzungen helfen zahlreiche Leben retten. Es wird aber – Gott sei Dank! – niemals genügend Verkehrsunfälle geben, um den „Ersatzteilbedarf“ zu decken. Daher müssen neue Möglichkeiten erschlossen werden. Diese „Ersatzteile“ werden in Zukunft entweder künstlich hergestellt oder aus körpereigenen Zellen „gezüchtet“.
Unlängst entwickelte der französische Kardiologe Prof. Alain Carpentier gemeinsam mit den Labors von EADS ein voll implantierbares Kunstherz.
Erlangen wir eines Tages die sagenhafte Fähigkeit der Hydra oder des Salamanders, körpereigene Organe nachwachsen zu lassen? Es wurde bereits beobachtet, dass die Fingerkuppe eines Kleinkindes nach Abtrennung wieder nachwächst. Es heißt sogar, dass die Fähigkeit, Organe nachwachsen zu lassen, in unseren Zellen schlummert. Damit würde der alte Traum der Menschheit wahr, der bislang in den Bereich der Science-Fiction gehörte: den Tod immer weiter hinauszuschieben.
Regie: Sophie Nahum







per E-Mail verschicken



Facebook
Twitter
RSS

