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DVD-News - 02/09/09

13 Tzameti

Kritik: Besonders üppig sind die Bonustracks dieser DVD leider nicht ausgefallen. Neben einem Trailer, wahlweise deutsch synchronisiert oder im französischen Original mit deutschen Untertiteln, und diversen anderen Trailern guter Filme ("39, 90", "Paranoid Park", "Criminal Lovers", "Young Adam", "Good Cop Bad Cop") gibt es sechs Deleted Scenes, die meist aus dem Anfang des Films herausgeschnitten wurden. Sie erklären noch deutlicher, wie es dazu kam, dass der junge Sébastien in dieses seltsame Spiel im Haus im Wald gerät, in dem es rasch um Leben und Tod geht.

Aufschlussreich ist das knapp eine halbe Stunde dauernde Interview mit dem Regisseur Géla Babluani und dessen Bruder George, der die Hauptrolle des Films übernommen hat. Mit entsättigten Farben gefilmt sitzen sie ganz unspektakulär nebeneinander auf dem Boden und erzählen diverses über das Casting, die Dreharbeiten, die Locationsuche, und und und. Eigentlich wollte Géla Babluani überhaupt nicht seinem jüngeren Bruder die Hauptrolle des Films zukommen lassen. Dennoch lud er ihn zum Casting und zum Vorspielen einiger Szenen ein. Danach hörte George zwei Wochen lang nichts mehr von Géla, bis er auf einmal erfuhr, dass er die Hauptrolle spielen sollte. Eine gute Wahl, obwohl er noch sehr jung ist und "13 Tzameti" sein erster Film, wirkt George sehr überzeugend.

Er ist ein sehr guter Kontrast zu den Gesichtern der Männer aus dem Haus im Wald. Diese hat Géla Babluani in einem sehr langwierigen und aufwendigen Castingprozess gefunden. Er hat Menschen gesucht, die "ein Milieu bauen, eines das nicht existiert, das ich mir ausgedacht habe." 3000 Personen hat er getroffen und sie sich angesehen, bis er seine Kandidaten gefunden hat.

13 Tzameti
Frankreich/Georgien 2005, 90 Min.
Regie: Géla Babluani
Mit George Babluani, Pascal Bongard, Aurélien Recoing, Fred Ulysse, Nicolas Pignon
Auch das Haus im Wald - der Ort, an dem das furchtbare Spiel passiert - war nicht einfach zu finden. Aber eines Tages wussten sie einfach, "das ist es." Ein relativ großes Anwesen, mit viel Wald um das geräumige Haus. Ein Haus, in dem man morgens Rehe vor dem Fenster stehen sieht. Aber es ging ein Geruch von Tod von diesem Haus aus. Das war genau das Richtige für diesen ungewöhnlichen Thriller.

Géla Babluani erklärt ausführlich, wie er die drei Runden des Spiels gefilmt hat, und wie es ihm durch unterschiedliche Arten der Aufnahmen gelungen ist, eine Atmosphäre zu kreieren und Spannung zu erzeugen.

Übrigens kam die Zahl 13 erst im Laufe des Drehs zu der Bedeutung, die sie im Film hat und die sogar titelgebend geworden ist. Ursprünglich sollte Sébastien die Nummer 15 auf seinem Shirt tragen. Doch die 13 ist eine symbolische Zahl, die weltweit eine Bedeutung hat - manchmal eine gute, manchmal eine Schlechte. So ist es auch in diesem Film: alles kann sich wenden, was gut ist, kann böse werden, nichts bleibt, wie es ist.

Nana A.T. Rebhan

Sprachen: Französisch, Deutsch, deutsche Untertitel
Extras:
- Sechs Deleted Scenes (ca. 11 Minuten, Französisch mit deutschen UT)
- Interview mit den Babluani Brüdern: Géla Babluani / Regie und Drehbuch und George Babluani in der Rolle des Sébastien (ca. 28 Minuten, Französisch mit deutschen UT)
- Original Kinotrailer (Deutsch)


Erstellt: 22-01-09
Letzte Änderung: 02-09-09