Die Hotelierstochter Eva, wohlhabend, einsam und unbefriedigt, nimmt bei einer Cabriofahrt durchs sonnige Bayern die durch eine Panne liegengebliebene Motorradfahrerin Magdalena mit, eine Soziologin und Mythenforscherin an der Uni, freigestellt für ihre Doktorarbeit. Doch Magdalenas wahre Identität ist die der "Lady Maria", Domina in einem SM-Studio.
Eva ist sofort fasziniert, will alles selbst kennenlernen und ihre eigenen bislang verborgenen Bedürfnisse erforschen. Im Swingerclub lernt sie Mike kennen, mit dem sie ihre ersten entfesselten Erfahrungen macht. Für Eva beginnt eine Reise zu ihrer eigenen Sexualität.
Doch der Weg bis dahin ist steinig: Eva entfernt sich von ihrer Familie und ist das erste Mal auf sich allein gestellt. Unterstützung erhält sie in ihrem neuen Leben aber immer von Magdalena, die ihr bald zur treuen Freundin wird. Doch wird Eva sich am Ende selbst finden, oder sich in ihrer Lust verlieren?
Die Abkürzung "24/7" steht im Kontext von "BDSM" ("Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism") für eine besondere Art des Zusammenlebens, eine soziale und sexuelle Beziehung und Lebensgemeinschaft, bei der sich der "submissive Teil" seinem dominanten Partner vollständig, also "24/7" - 24 Stunden an sieben Tagen die Woche - anvertraut und sich komplett unterwirft.
Mit dieser Thematik setzt sich auch der Film "24/7 - The Passion of Life" auseinander und beschäftigt sich mit dem Ausleben alternativer Lebensvorstellungen. Dabei werden auch religiöse Bildmotive und Assoziationen bemüht - nicht zuletzt in der Namensgebung der Figuren. Der frühere Theaterschauspieler und -regisseur Roland Reber inszenierte seinen Film an Originalschauplätzen, in real existierenden Lokalitäten wie SM-Studio, Swingerclub und Stripteasebar, auch mit "realen" Laiendarstellern in den Nebenrollen. Bizarr-absurde Situationen lockern das Plädoyer gegen die Doppelmoral der Gesellschaft auf angenehm humorvolle Weise auf.
Der skandalträchtige Regisseur und seine Hauptdarstellerinnen, die gleichzeitig wichtige Positionen hinter der Kamera bekleiden, haben in Kinos in Deutschland und Österreich an zahlreichen Vorführungen und anschließenden Publikumsdiskussionen teilgenommen. Auch diverse Filmfestivals haben den provokanten Film und seine Macher eingeladen, darunter das Sitges Festival Internacional de Cinema und die Internationalen Hofer Filmtage.