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Summer of the 70s

Das waren die 70er! 10 Jahre zwischen Protest, Disco und Glamrock.

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Summer of the 70s

Das waren die 70er! 10 Jahre zwischen Protest, Disco und Glamrock.

Summer of the 70s

Summer of 70's - 04/09/08

26. August: Vom Glam zum Punk

21.00 Uhr Der Mann, der vom Himmel fiel

© DR
Der Bewohner eines vom Weil auf seinem Heimatplaneten Wassermangel herrscht, landet ein Außerirdischer auf der Erde. Unter dem Namen Thomas Jerome Newton baut er ein gigantisches Wirtschaftsimperium auf und lernt die skrupellosen Geschäftsmethoden der Menschen kennen. Er freundet sich mit der einsamen Kellnerin Mary Lou an, doch dann wird er von einer Geheimorganisation entführt.
Der Film entstand nach dem Roman von Walter Tevis.
Nach seinem internationalen Regiedurchbruch mit dem Thriller "Wenn die Gondeln Trauer tragen" ("Don't Look Now", 1973) schuf der frühere britische Kameramann Nicolas Roeg, Jahrgang 1928, mit "Der Mann, der von Himmel fiel" einen "Höhepunkt des Science-Fiction-Films", wie "Die Zeit" anlässlich des Kinostarts 1976 begeistert feststellte. Die Verfilmung des Romans von Walter Tevis thematisiert einen Grundkonflikt, der in Roegs Werk immer wiederkehrt: die schicksalhafte Begegnung von extrem verschiedenen Menschen aus gegensätzlichen sozialen und kulturellen Bereichen, vereint in ihrer Suche, ihrer Sehnsucht nach dem Absoluten, aber unfähig zur echten zwischenmenschlichen Kommunikation. Solche Versuchsanordnungen führen bei Nicolas Roeg fast immer zu einem unguten Ende. Sie münden in Gewalt, Mord, Selbstmord oder seelischer Zerrüttung. So auch in "Der Mann, der vom Himmel fiel". Der Fremde vom anderen Stern, der Außerirdische, der von sich sagt: "Ich kann nicht hassen", ist paradoxerweise der einzige Humane in einer merkwürdig (un-)menschlichen Welt, die dennoch unübersehbar die unsere ist.
(Film von Nicolas Roeg mit David Bowie 133’ 1976)
Mit: Bernie Casey, David Bowie, Candy Clark, Rip Torn, Buck Henry, Rick Riccardo, Jackson D.Kane (...)


23.15 Uhr Seventies 2 : Von Rock bis Punk

"Style Clash" springt zurück in die 70er, als sich die Jugendkulturen noch aufs Schärfste bekämpften. "Style Clash" öffnet die ideologischen Schützengräben zwischen Rocker-Kutte , Föhn-Frisur , Jesus-Latschen (Prog-Rock) und Sicherheitsnadel .
Pogo tanzen, grölen, rotzen und die Hässlichkeit inszenieren: Der Punk tat alles um sich von den detailverliebten Musikern des Art- und Glamrock zu unterscheiden. Eine neue Form der Musik und der Rebellion war geboren.

"I Hate Pink Floyd" steht in den 70er Jahren auf Johnny Rottens T-Shirt. Mit Bombast und symphonischer Breite Klangmauern einreißen, den Soundorgien mit drei Akkorden den Punk blasen: Mit den Sex Pistols beginnt der Einsturz der Lautsprecher und Synthesizer-Türme.
Die Grenzen der dreiminütigen, eingängigen, radiokompatiblen Songs zu brechen, dies ist das Ziel von Art- und Progressive-Rock mit Bands wie Pink Floyd und Emerson, Lake & Palmer als zentralen Protagonisten. Musik soll ernstzunehmende Kunst sein. Aus den Musikhochschulen und Art-Schools der westlichen Hemisphäre drängen Musiker auf die Bühnen der Welt und geben sich opulent - in Style und Habitus wirkten sie wie eine Verlängerung der Hippie-Ära.
Mit ungewöhnlichen Harmonien und Melodien, differenzierten Songstrukturen, weiteren auch elektronischen Instrumenten entwickeln die Briten Genesis, Yes und King Crimson ihre Konzeptalben - und verändern die Rockmusik mit Elementen von Klassik, Jazz und Avantgarde. Einst angetreten, um dem leichten Mainstream-Rock mit langen, oft instrumentalen Stücken etwas Ernsthaftes entgegenzusetzen, sind sie in den Jahren 1972 bis 1974 selbst massentauglicher Trend geworden.
In popularisierter Form begehen Supertramp das "Crime of the Century", kritisieren das Bildungssystem mit dem Mundharmonikastück "Spiel mir das Lied vom Tod" und finden ihr noch chartstaugliches Äquivalent in Barclay James Harvest.
Aber einigen wird es zu anstrengend, 20 Minuten dem detailverliebten Spiel von außergewöhnlichen Musikern zuzuhören. "Willst du wirklich immer Hippie bleiben?" fragen sie und geben sich aggressiv: Pogo tanzen, grölen, rotzen und die Hässlichkeit inszenieren! S/M statt Kuschelsex zu Mike-Oldfield-Platten: Die Rebellion soll in den Rock zurückkehren, mit Provokation, Zerstörung und Anarchie. Kurz: Punk! Der ist gegen vieles: gegen Massenmedien, Major Labels und gegen den Mainstream allgemein. Punk hasst die große Pose der erwachsenen Progressive Rocker wie die aufgesetzte Attitüde des Glamrock - sowie die gehaltvollen Hymnen vieler Rockbands. Keine Flöten oder Keyboards, drei Akkorde reichen für Zweiminuten-Songs. Und: Kein Bock, No Future, jeder kann ein Künstler sein - Fuck off! Hier kommen die genialen Dilettanten.
Im New Yorker CBGB Club erspielen sich ab 1974 die Ramones, The Stooges und die New York Dolls ihre ersten Fans. In England erkennt Malcolm McLaren das Potenzial der Sex Pistols und während seine Partnerin Vivienne Westwood den Look des Punk kreiert, wird die Öffentlichkeit 1976 und 1977 auf die Bewegung aufmerksam, als die Sex Pistols "Anarchy in the U.K." veröffentlichen und einen Fernsehmoderator anpöbeln. In ihrer Antihaltung verkörpern sie den Kern des Punks und haben mit Sid Vicious den Inbegriff des Punkers unter sich.
"Die Seventies - Style Clash" zeichnet nach, wie Punk den Rock wieder auf den Teppich brachte. Die Dokumentation lässt Punker und Progressive Rocker der ersten Stunde zu Wort kommen und stellt die Frage, ob die Musikrevolte "Punk" eine unausweichliche Erscheinung der vorangegangen Entwicklungen darstellte. In diesem Kontext dürfen auch andere Stile wie Glam- und Hardrock nicht außen vor gelassen werden. "Style Clash" steigt in die ideologischen Schützengräben der 70er. Denn eigentlich hatten die Artrocker und Punks noch einen gemeinsamen Feind - Disco! Der Kreis schließt sich.
(Documentation 52’)      


00.05 Uhr Ziggy Stardust and the spiders from Mars

© DR
Zum 30-jährigen Jubiläum dieses legendären Musikfilms präsentiert ARTE eine brandneue, komplett restaurierte Schnittfassung von D.A. Pennebaker. Die ebenfalls neue Tonmischung hat Tony Visconti besorgt.
Die Rocklegende David Bowie tritt in diesem klassischen Konzertfilm als sein androgynes Alter Ego Ziggy Stardust auf: "Der Film zum Konzert zu dem Album, das euer Leben verändert hat ... Bowie hat mit seinem umwerfenden Porträt des paranoiden, größenwahnsinnigen Rockers Ziggy Stardust und dem Glamrock-Drive seiner Band, den "Spiders From Mars", das Rock 'n' Roll-Spektakel ins 21. Jahrhundert katapultiert".
Der Film enthält legendäre Stücke wie "Ziggy Stardust", "Space Oddity", "Changes", "All The Young Dudes", "Suffragette City" und "Rock 'n' Roll Suicide".
(Documentation 91’ 1973)
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Dienstag, den 26.August 08

21.00 Uhr Der Mann, der vom Himmel fiel
23.15 Uhr Seventies 2 : Von Rock bis Punk
00.05 Uhr Ziggy Stardust and the spiders from Mars

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Erstellt: 22-04-08
Letzte Änderung: 04-09-08


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