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Wahlen in Russland - 2008

Dmitri Medwedew ist nach einem tristen, schon im Voraus entschiedenen Wahlkampf Russlands neuer Präsident.

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Freitag 6. November 2009 um 13.00 Uhr - 13/02/08

360° - Geo Reportage

Am äußersten Zipfel Russlands, zwischen Asien und Alaska, liegt Kamtschatka. Die Halbinsel ist mit ihren glasklaren Flüssen, kochenden Seen und bis zu 4.000 Meter hohen feuerspeienden Vulkanen eines der letzten Naturparadiese der Welt. Wer in dieser rauen Abgeschiedenheit lebt, muss vieles entbehren und hat oft einen ungewöhnlichen Beruf, so wie Alexej Maslow, der Lachszähler von Kamtschatka. Rund 200 Flüsse fliegt er pro Saison mit dem Hubschrauber ab, um zu schätzen, wie viele Lachse darin ziehen. "360° - Geo Reportage" begleitet Alexej Maslow auf seinen Flügen durch die Wildnis und lüftet das Geheimnis des Lachszählens.

Kamtschatka, die russische Halbinsel zwischen Asien und Alaska, ist noch heute wild und unberührt. Das verdankt sie ihrer geografischen Abgeschiedenheit und der Tatsache, dass sie zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet war. Bis heute gibt es kaum Straßen oder Wege auf Kamtschatka.
Jedes Jahr kehren die Lachse in riesigen Schwärmen aus dem Pazifik in die Flüsse der Halbinsel zurück, um sich zu paaren und dann zu sterben. Es ist die Aufgabe von Alexej Maslow per Hubschrauber aus der Luft zu schätzen, wie viele es sein werden. Seine Schätzungen beeinflussen die staatliche Fangquote und damit auch die Preise an den amerikanischen Warenterminbörsen, wo der Pazifiklachs hoch gehandelt wird.
Der Lachs ist auf Kamtschatka aber nicht nur Lebensgrundlage vieler Menschen, sondern auch die der riesigen Braunbären. Bis zu 50 Kilogramm Lachs fressen erwachsene Kamtschatka-Bären am Tag und wagen sich bei ihren Fischzügen auch schon mal bis in die Siedlung der hier lebenden Forscher vor. So hat Alexej Maslow extra den Bärenjäger Wassili für den Schutz der Forschungsstationen engagiert. Er duldet lediglich die Bärenwaisen Mischa und Mascha, die regelmäßig in der Nähe der Menschen Schutz vor ihren großen Artgenossen suchen.
Alexej Maslow lebt schon seit 25 Jahren mit den Bären und den Lachsen. Doch in den letzten Jahren bemerkt er eine Veränderung und beginnt, um sein Paradies zu fürchten: "Wir spüren schon den Griff danach - sie bauen Pipelines und es soll Gold abgebaut werden. Aber wir wissen doch: Nach dem Öl und dem Gold wird es keinen Platz mehr für solch ein Leben geben."


360° - Geo Reportage
Freitag 6. November 2009 um 13.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, Frankreich, 2007, 52mn)
ARTE

Erstellt: 13-02-08
Letzte Änderung: 13-02-08