Laura Vasiliu in der Rolle der schwangeren Gabita ist Absolventin der Nationalen Universität für Theater und Filmkunst in Bukarest. Bisher war sie unter anderem zu sehen in "Second Hand"/"Second-Hand" von Dan Pita (2005), "Bless You, Prison“/"Binecuvântata fii, închisoare" von Nicolae Margineanu (2002) und "Callas Forever“ von Franco Zeffirelli (2002).
"4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ wurde in Cannes 2007 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Der Film erhielt im Rahmen des Festivals noch zwei weitere Auszeichnungen: den "Preis der internationalen Filmkritik" (FIPRESCI) und den "Prix de l’ Éducation nationale". Ferner erhielt er den Europäischen Filmpreis als Bester Film, und Cristian Mungiu wurde als Bester Regisseur ausgezeichnet. Der Film kann zahlreiche weitere Preise kann für sich verbuchen, unter anderem aus Chicago, Los Angeles, New York, Palm Springs, San Sebastián, Sofia, Stockholm und Vancouver.
Der Film wird zum "Neuen Rumänischen Kino" gerechnet, das mit nüchternen Bildern die sozialen Zustände vor und nach der Revolution kritisch betrachtet und seit 2004 regelmäßig in Cannes prämiert wird.
"4 Monate, 3 Wochen 2 Tage" war Rumäniens offizielle Einreichung für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film ("Best Foreign Language Film") bei den 80. Academy Awards of Motion Picture Arts and Sciences, der Oscar-Preisverleihung im Jahr 2008. Der Film wurde vom Auswahlkomitee nicht berücksichtigt, was für Aufregung sorgte. Der Gewinnerfilm war schließlich Stefan Ruzowitzkys "Die Fälscher".
Es handelt sich um den zweiten Langspielfilm von Cristian Mungiu. Zunächst hatte Mungiu beabsichtigt, mehrere Kurzfilme zu bündeln, die in leichtem Erzählton subjektiv von den späten kommunistischen Jahren berichten. Als er die daraufhin entstandenen Texte einigen Leuten zu lesen gab, fanden sie diese im Ton sehr amüsant. Das war nicht die Reaktion, die Mungiu zu dieser Zeit beabsichtigte. Also verfasste er ein neues Drehbuch und realisierte mit "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" ein anders geartetes Projekt. Seine differenzierten Vorabeiten fanden letztlich Verwendung in der 2009 entstandenen Satire "Tales from the Golden Age"/"Amintiri din epoca de aur".
Der Film "4 Monate, 3 Wochen 2 Tage" thematisiert nicht dezidierte Einzelheiten der Politik Nicolae Ceauşescus, sondern das durch sie entstandene Klima in der Gesellschaft. Statt auf eine große, aber unpersönliche Geschichtserzählung zu setzen, schildert Mungiu präzise den damaligen Alltag aus subjektiver Perspektive. Der Name Ceauşescu fällt nie, das Konterfeit des Diktators ist nie zu sehen. Seine Ära sollte gemäß Mungiu den Hintergrund der Erzählung bilden, nicht aber deren Thema, um den üblichen Klischees politischer Filme auszuweichen.
Die "Ära Ceauşescu" bezeichnet die Zeit von 1965 bis 1989. Diese Jahre gingen als besonders schwierige Zeit in die Geschichte Rumäniens ein. Der Diktator Nikolae Ceauşescu (geboren am 26. Januar 1918 in Scorniceşti, gestorben am 25. Dezember 1989 in Târgovişte) und seine Frau Elena errichteten ein tyrannisches diktatorisches Regime, das nahezu alle Macht im Staat in ihren Händen vereinte. 1966 wurden ein Gesetz zur Förderung von Kinderreichtum und ein Verbot auf Abtreibung erlassen. Mit diesem Sozialexperiment wollte man zur "Förderung von Volk, Heimat und Nation" beitragen - ohne Rücksicht auf persönliche Belange und Probleme der Bürger.
Weiterführende Links
- ausführliche Seite zum Film: auf 4months3weeksand2days.com
- "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" bei ARTE Kultur
- Cristian Mungiu zum Entstehen des Films: auf Youtube
- Cristian Mungiu über den Film: auf Youtube
- Cristian Mungiu über den Film in Cannes: im Online-Dossier von arte.tv
- Cristian Mungiu bei der Preisverleihung in Cannes:
auf Youtube - "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" beim Europäischen Filmpreis:
auf arte.tv - Historische Hintergrundinformationen: auf spiegel.de






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