Es erwartet Sie folgendes Filmprogramm:
Donnerstag, 2. Juni 2011
- 21.00 Uhr
Rock And The City: Kingston
(ARTE France 2008, 43 Min.)
Kingston, Jamaika: hier entstanden Musikstile wie Reggae, Ska und Rocksteady, hier ist die Heimat berühmter Musiker wie Bob Marley und Jimmy Cliff. Heute reiht sich in der Hauptstadt im Südosten der Insel Ghetto an Ghetto. Nur wenig im Stadtbild zeugt von der bewegten Vergangenheit. Doch auf Konzerten und in Clubs ist das musikalische Erbe allgegenwärtig, und in den Erzählungen der Jamaikaner lebt die mit dem Reggae und der Rastafari-Bewegung verbundene Friedensbotschaft weiter.
- 22.00 Uhr
Calypso Rose
(Maturity Productions, Dynamo Production 2011, 85 Min.)
„Ich bin nicht Calypso-Sängerin geworden, ich wurde in den Calypso hineingeboren”, sagt Calypso Rose. Der Film ist ein intimes Porträt der „Grande Dame” des Calypso. Darüber hinaus ist er ein Road-Movie, das den Zuschauer von Trinidad und Tobago nach New York, Paris, Ouidah und Kotonou mitnimmt. Calypso Rose offenbart ihre Kindheit, ihre Quellen der Inspiration, ihren Werdegang, ihr Engagement für die Anerkennung der Frauenrechte, ihre afrikanischen Wurzeln... und ihren Glauben, der ihr Leben und ihr künstlerisches Wirken inspiriert.
Diskussionsgäste: Filmautorin Pascal Obolo und Sängerin Calypso Rose
Freitag, 3. Juni 2011
- 21.00 Uhr
Afrikanische Schönheiten – Kunst am Haar in Mali
(ARTE/ZDF 2010, 43 Min.)
In Mali gleicht der Friseurbesuch beinahe einem Ritual: Frisieren ist ein traditionelles Kunsthandwerk, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Ergebnis sind geflochtene Kunstwerke mit originellen Namen: die Palette reicht von der naturverbundenen „Mangoblüte“ bis zur popkulturellen „Shakira“. Die Filmemacher Desirée von Trotha und Michael Wolff haben einigen Friseuren bei der Arbeit über die Schulter geschaut und sich mit ihnen und ihren Kundinnen über die afrikanische Haar- und Flechtkunst unterhalten.
- 22.00 Uhr
Mama Africa
(ARTE/ZDF/Starhaus Filmproduktion 2011, 88 Min.)
Der finnische Regisseur Mika Kaurismäki würdigt mit diesem großen Dokumentarfilm die „Grande Dame“ der afrikanischen Musik: die 2008 verstorbene Sängerin Miriam Makeba alias „Mama Africa“. Der Film erzählt ihre bewegende Lebensgeschichte voller Musik, politischem Engagement und zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch auf dem Africa Festival 2009 in Würzburg entstanden beim Konzert „A Tribute To Miriam Makeba“ Aufnahmen für diesen Film.
Diskussionsgast: Don Edkins, südafrikanischer Koproduzent des Films
Samstag, 4. Juni 2011
- 21.00 Uhr
Zapping International: Das Fernsehen auf Trinidad
(ARTE France 2006/2008, 26 Min.)
„Melting pot“ Trinidad: Die Bevölkerung der Karibikinsel ist multikulturell, ihre Einwohner kommen aus Afrika, Indien, China, Westeuropa und dem mittleren Osten. Bunt und facettenreich ist auch das Fernsehen: Der Zuschauer kann wählen zwischen christlichen und muslimischen Programmen, zwischen Bollywood, afrikanischem Tanz und Calypso-Rhythmen. In der Karnevalszeit freilich steht bei allen Sendern nur ein Thema im Zentrum: die Übertragung der farbenprächtigen Umzüge aus der Hauptstadt.
Zapping International: Das Fernsehen der Jamaikaner
(ARTE France 2006/2008, 26 Min.)
Jamaika hat 2,8 Millionen Einwohner und ebenso viele Ministerpräsidenten, sagt man. Jeder hat etwas zu sagen und so verwundert es nicht, dass „Your Issues Live“ die meist gesehene Sendung im Fernsehen ist: hier können die Bürger live über ihre Alltagssorgen sprechen und die politisch Verantwortlichen direkt zur Rechenschaft ziehen. Aber auch Erotik und Partner-Shows stehen auf Jamaikas Kanälen hoch im Kurs.
- 22.00 Uhr
El Acordeón del Diablo
(Deutschland 2000, 83 Min.)
Porträt des 2003 verstorbenen kolumbianischen Sängers und Komponisten Francisco „Pacho“ Rada. Seine Lebensgeschichte ist Legende und diente als Vorbild für die Figur des Troubadours im Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez. Im Film erzählt „Pacho“ aus seinem Leben: wie er mit seinem Akkordeon von Dorf zu Dorf zog, für ein paar Centavos spielte und dabei unzählige Lieder komponierte. Und er berichtet von der einen Nacht, in der er den Teufel in einem Akkordeon-Duell bezwang und seine Seele rettete.
Sonntag, 5. Juni 2011
- 21.00 Uhr
Rocksteady: The Roots of Reggae
(Schweiz/Kanada 2009, 95 Min.)
Zwischen 1966 und 1968 hatte der Rocksteady, der als Wegbereiter des Reggae gilt, in Jamaika seine goldene Ära. Er löste den Ska ab und zeichnet sich durch mehr Bass und soulbeeinflussten Gesang aus. Rund 40 Jahre später kommen die Pioniere des Rocksteadys wie Hopetone Lewis, Marcia Griffiths, Derrick Morgan oder Dawn Penn wieder im Studio zusammen, um ihre lebensbejahende Musik noch einmal aufblühen zu lassen und ein gemeinsames Album aufzunehmen - der Filmautor Stascha Bader war bei den Aufnahmen dabei.
Diskussionsgast: Filmautor Stascha Bader
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Der Eintritt auf das Festivalgelände mit Konzerten auf der offenen Bühne, Markt, DJs, Kinderprogamm, Diskussionen usw. beträgt 6€. Die Besitzer von Karten für die Abendkonzerte haben am Veranstaltungstag freien Eintritt auf das Festivalgelände. Ein zusätzlicher Eintritt für den Besuch des ARTE-Filmzelts wird nicht erhoben.
Mehr Informationen zum Festival: www.africafestival.org






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