Mit Evan Rachel Wood, Jim Sturges, Joe Anderson, Dana Fuchs
Synopsis: Der junge Brite Jude macht sich Mitte der 60er Jahre auf ins gelobte New York, um sich dort als Künstler zu versuchen. Er kommt in der Wohnung des unkonventionellen Max unter und verliebt sich in dessen Schwester Lucy. Die mal romantische, mal dramatische Liebesgeschichte der beiden ist die Basis, von der ausgehend 33 neu interpretierte Beatles-Songs als Musical inszeniert werden.Kritik: Zehn Millionen Dollar kosteten allein die Rechte an den Beatles Songs. Die Rechte, die Songs neu einzuspielen. Die Originalsongs durften dabei nicht verwendet werden. Regisseurin Julie Taymor drehte zuletzt FRIDA (2002) und feierte mit dem preisgekrönten Broadway-Musical "The Lion King" große Erfolge. ACROSS THE UNIVERSE ist von Musik beseelt, sein Herzstück sind die Songs. Sicher, es gibt da auch die Liebesgeschichte um Jude und Lucy, und die beiden Hauptdarsteller Evan Rachel Wood und Jim Sturges spielen beherzt und singen die schönsten Songs der unsterblichen Beatles.
Der Film setzt auf das, was jedes gute Musical haben sollte: Momente purer Freude. Nicht umsonst singen Menschen meist dann, wenn es ihnen besonders gut geht. Julie Taymor, ihr Produktionsdesigner Mark Friedberg und Kostümdesigner Albert Wolsky beweisen ihre überbordende Phantasie, die sich ausgiebig im psychedelischen Farbenrausch und dem Ornament der 70er Jahre bedient. ACROSS THE UNIVERSE gelingt es, das "Flower-Power-Gefühl" wieder auferstehen zu lassen. Der Film spart aber auch grimmige und finstere Momente nicht aus. Immerhin demonstrieren Jude und Lucy gegen den Vietnamkrieg, werden dabei getrennt. Auch Bilder des Krieges selbst sind zu sehen. In einer der visuell ergreifendsten Szenen beginnen aufgespießte Erdbeeren von Judes Kunstwerk zu bluten. Sie verwandeln sich schließlich in Raketen, die auf Bewohner herab prasseln, dazu ist "Strawberry Fields Forever" zu hören. Jude zerstört am Ende des Songs sein Kunstwerk und wirft die Erdbeeren, die zu Früchten des Blutes geworden sind, tobend an die Wand.Dana Fuchs spielt Sadie, eine Art kontrollierte Version von Janis Joplin. Mit weicher voller Stimme singt sie Songs wie "Helter Skelter", das über Studentenunruhen an der Columbia University zu hören ist, bei denen Jude verhaftet wird. Wunderbare Details erschließen sich dem Kenner der Hippie-Ära und ihrer Songs. So gibt es etwa den psychedelisch bemalten bunten Porsche zu sehen, ein 356er Cabriolet, Baujahr 1965, das die Sängerin bis zu ihrem Tod im Oktober 1970 fuhr.
Bono hat einen Gastauftritt als Zuhälter und verrückter Hippie, Salma Hayek (die Hauptdarstellerin aus Julie Taymors letztem Film FRIDA) ebenfalls - als singende Nonne, und zwar gleich in fünffacher Ausfertigung. Die beiden Drehbuchautoren Dick Clement und Ian La Frenais, (THE COMMITMENTS) und Julie Taymor haben ein Musical gezaubert, das visuell betört und den Zuschauer in die drogendurchtränkte Welt der Hippies entführt, mit Mitteln neuester Computeranimation. ACROSS THE UNIVERSE ist sicher das gelungenste Musical des Jahres.
Nana A.T. Rebhan






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Skurriles Musical mit Beatlessongs
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