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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 03.Juni 2004 - 02/06/04

Alt, Neu, Geliehen & Blau

Dänisches Dogma,
mal lustig verspielt
 
Synopsis: Katrine will heiraten, sie hat den perfekten Mann gefunden, und die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Als Thomsen, der Ex-Freund ihrer depressiven Schwester Mette nach zwei Jahren Keniaaufenthalt plötzlich vor Katrines Tür steht, bringt er aber plötzlich alles durcheinander...
 
Kritik: Die dänische Regisseurin Natasha Arthy inszeniert mit „Alt, Neu, Geliehen &Blau“ einen Dogma Film im Stil einer temporeichen Komödie. Dabei bedient sie sich auch eines kleinen Kunstgriffes und lässt die Band aus Mettes Walkman – den sie niemals abnimmt – im Bild selbst erscheinen, sozusagen als Einbildung der ‚kranken’ Schwester. Schließlich ist Filmmusik nach den strengen Dogmaregeln ja verboten.
 
Arthy hat sich für ihren zweiten Spielfilm eine Erfolgstruppe zusammengesucht, das Rezept müsste aufgehen. In der Hauptrolle der Katrine lässt sie Dänemarks Lieblingsschauspielerin Sidse Babett Knudsen (MIFUNE) agieren, Björn Kjellman bekam auf dem Festival in Karlovy Vary den Preis als Bester Schauspieler, die Produzenten waren bereits für dänische Erfolgsfilme wie MIFUNE und DAS FEST verantwortlich, das Drehbuch stammt aus der Feder von Kim Fupz Aakeson (KLEINE MISSGESCHICKE), und Rasmus Videbæk führt mit ruhiger Handkamera durch eine Odyssee in Kopenhagen.
 
Nach all den eher tragischen Dogmafilmen der letzten Jahre gibt es seit einiger Zeit eine Bewegung, die frischen Wind in die Bewegung bringen möchte, und sich eher der unterhaltsamen Seite zuwendet. So gelingt Natasha Arthy eine Mischung aus lustigen bis skurrilen Szenen. So erwacht etwa der Bräutigam nach durchzechter Junggesellenparty im Brautkleid, und die blauen Ecstacy-Pillen tun ihr übriges, um die Sinne von Katerine und Thomsen ordentlich durcheinander zu wirbeln. Was gar nicht Not tun würde, denn die beiden haben schon genug damit zu tun, sich nicht an ihre gegenseitige ehemalige Affäre – und damit verbundene Gefühle – zu erinnern. Aber auch der dramatische Anteil kommt nicht zu kurz: So leidet Mette in der Psychiatrie unter ihren Depressionen seit ihr Ex-Freund Thomsen sie von heute auf morgen einfach verlassen hat und verschwunden ist, Thomsens Aidstest ist positiv und Katerine fällt es mehr als schwer die Wahrheit zu sagen, weil sie niemanden enttäuschen will.
 
Ach ja, wer sich über den seltsamen Titel wundert, dem sei hier verraten: Es gibt eine alte dänische Tradition, nach der man als Braut bei jeder Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues dabeihaben muss. Und außer einem alten Hund fällt Katerine und Thomsen noch so einiges ein, um der Tradition gerecht zu werden ...
 
Nana A.T. Rebhan
 
 
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Ein Film von Natasha Arthy
Darsteller: Sidse Babett Knudsen, Björn Kjellman, Soren Byder, Lotte Andersen, Lene Maria Christensen, Louise Mieritz, Mette Horn
Stab: Regie: Natasha Arthy, Drehbuch: Kim Fupz Aakeson, Nach einer Story von Natasha Arthy und Kim Fupz Aakeson
Länge: 90 min, Ton: Dolby Digital, Bild: 1:1,66


Erstellt: 01-06-04
Letzte Änderung: 02-06-04