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Summer of the 70s

Das waren die 70er! 10 Jahre zwischen Protest, Disco und Glamrock.

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Summer of the 70s

Das waren die 70er! 10 Jahre zwischen Protest, Disco und Glamrock.

Summer of the 70s

Vom 04. bis zum 08. August um 20.15 Uhr: Die wilden Seventies - 29/08/08

Amanda Lear

Amanda Lear: Stellen Sie sich vor, es ist 1970 und Sie sind eine Stadt, ein Buch, ein Film…
Die Antworten von Amanda Lear (auf französisch)

Amanda Lear regt die Phantasien an wie keine andere und wird für immer Dalís Muse, Disco-Queen, Ikone des Swinging London und der Schwulen bleiben. Diese „Titel“ erwirbt sie sich in den 70er Jahren, als sie zwischen Cadaqués und London pendelt. In dem katalonischen Fischerdorf verbringt sie die Sommer an Dalís Seite, in der britischen Hauptstadt modelt sie, unter anderem für Paco Rabanne. Amanda ist mit diversen Rockstars liiert, so Brian Jones und vor allem David Bowie, mit dem sie 1973 über ein Jahr zusammenbleibt. Als die Beziehung in die Brüche geht, beschließt Amanda, Sängerin zu werden. Ihre erste Single, „Trouble“, erscheint 1975, ist aber eher ein Flop. Ein deutsches Plattenlabel glaubt dennoch an Lear und bringt 1977 ihr erstes Album heraus, „I Am a Photograph“. 1978 folgt „Sweet Revenge“ und krönt Lear zur Disco-Queen. Ende der 70er Jahre heiratet sie, stellt Gemälde aus, macht weiter Musik und beginnt eine Karriere als TV-Moderatorin in Deutschland, Frankreich und Italien. Amanda Lear hat von Kunst-Provokateuren wie Dalí, Bowie oder Warhol, die ihren Weg kreuzten, viel gelernt. Und sie hat es verstanden, sich als geheimnisvolle Sphinx zu inszenieren, der Zeit und Fragen nichts anhaben können.

  • Fragebogen nach Marcel Proust

Stellen Sie sich vor, es ist 1970 und Sie sind …
… eine Stadt:
Natürlich London.

… ein Reiseziel:
Ibiza, da musste man einfach hin.

… eine Farbe:
Das, was Dalí Amethyst nannte: ein Violett-Ton, der Religion, Mystik und das Geheimnisvolle allgemein versinnbildlicht. Diese Farbe wurde gern getragen.

… ein Motto:
„Make love, not war.“

… ein Kleidungsstück:
Ein Fransenhemd. Das war damals total „in“. Man stand auf alles, was irgendwie indianisch aussah, mit langen Fransen. .

… ein Buch:
Vielleicht die Mao-Bibel.

… eine LP oder ein Song:
1970 gab es meine Platten noch nicht, also kann ich die auch nicht nennen. Worauf standen wir 1970? „Hair“ war ganz groß in Mode. Und dann fällt mir noch „Aquarius“ ein, das für Zukunft und Öffnung stand.

… ein Film:
„Der letzte Tango in Paris“ mit Maria Schneider und der Butter.

Welche Utopie oder welches Konzept vermissen Sie am meisten?
Die Vorstellung, dass alle sich lieben und gleich sein werden, in einer Welt ohne Rassismus. Das war das Konzept. Alle liebten sich. Love, love, love. Leider haben wir das bis heute nicht erreicht.

Welche Utopie oder welches Konzept vermissen Sie am wenigsten?
Kann ich gar nicht sagen. Doch, da war was. Ich hatte Freunde, die etwas gegen Plastik hatten. Ich weiß nicht, warum, aber für die war Plastik der Teufel, die Hölle. Man bevorzugte Natürliches: Baumwolle, Leinen, Stoff, Samt… Andy Warhol war seiner Zeit voraus, als er seinen Performances mit Velvet Underground den Namen „Plastic Inevitable“ gab.
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Die wilden Seventies
Vom 04. bis zum 08. August 2008 um 20.15 Uhr
Regie: Emmanuelle Nobécourt
Produktion: Fabrice Coat
Autor: Didier Varrod
Produktion : Program33, ARTE GEIE
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Erstellt: 28-07-08
Letzte Änderung: 29-08-08


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