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Samstag, 9. August 2003, um 20.15 Uhr - 31/01/05

Bauhaus in Dessau

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Dokumentation von Frédéric Compain
ARTE France, Frankreich 2000, 28 Min.

Nach Entwürfen von Walter Gropius entstand 1926 in Dessau die Hochschule für Ges-taltung, das Bauhaus.

Das eigentümliche Gebäude mit seinen geradwinkligen Glasfas-saden und Flachdächern wurde zu einem der markantesten Beispiele der Architektur des 20. Jahrhunderts und galt schon ein Jahr nach Baubeginn als Gropius’ Hauptwerk.In der Geschichte von Kultur, Architektur, Design, Kunst und neuen Medien des 20. Jahrhunderts nimmt das Bauhaus eine besondere Rolle ein:

Es brachte eine Reihe der herausragendsten Architekten und Künstler seiner Zeit zusammen und war neben pä-dagogisch innovativer Ausbildungsstätte auch Produktionsort und Fokus internationaler Diskussionen. In einer krisenbehafteten Situation der Industriegesellschaft hat es sich der Frage nach der Beherrschbarkeit des Modernisierungsprozesses mit den Mitteln der Gestaltung gestellt.

Das Bauhausgebäude in Dessau ent-stand 1925/26, nachdem das 1919 in Weimar gegründete ‚Staatliche Bau-haus’ aus politischen Gründen einen Ortswechsel vollziehen musste. Walter Gropius bezeichnete es als „Frucht des ständigen Austausches“, der im Bauhaus herrschte. Meister und Werkstätten hatten überdies wesentli-che Gebiete der Einrichtung selbstän-dig geplant und durchgeführt.  Treppe im Bauhaus.

© Arte France

Ziel des Bauhauses war es, durch eine Rückkehr zur Grundlage allen künstlerischen Schaffens - zum Handwerk - die Trennung von Kunst und Produktion zu überwinden. Seine Gestaltungen zielten dahin, Gegenstände und Räume für eine künftige humane-re Gesellschaft zu schaffen.

Das Dessauer Bauhaus besteht aus drei Flügeln: dem Bau der "Technischen Lehran-stalten" (später Berufsschule), dem Werkstättentrakt mit seiner weithin bekannten Glasvorhangfassade und dem Atelierhaus, das die Mensa sowie Wohnateliers für Stu-dierende beherbergte. Schultrakt und Werkstättenflügel sind durch eine zweigeschos-sige Brücke verbunden, die für Verwaltungsräume und das Baubüro Gropius (später: Architekturabteilung) gedacht war.

Im flachen Bau zwischen Werkstättentrakt und Ate-lierhaus sind Aula und Bühne untergebracht.Schon 1926, ein Jahr nach Baubeginn, galt das Bauhaus als Gropius’ Hauptwerk und war eines der am meisten kommentierten und gefilmten Architekturbeispiele in Europa. Seit 1996 gehört das Bauhaus zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Architekt Walter Gropius ließ sich in den USA nieder und machte sich dort als radi-kaler Erneuerer der amerikanischen Architektur einen Namen. Er starb 1969 in Boston.

Erstellt: 31-01-05
Letzte Änderung: 31-01-05