Wie haben sich Zwillinge entwickelt, die getrennt voneinander unter ganz unterschiedlichen Bedingungen aufgewachsen sind? - Auch die Anorexie ist Thema. In Europa wird sie vor allem psychologisch und psychoanalytisch vor dem Hintergrund einer komplizierten Mutter-Kind-Beziehung oder mangelnder elterlicher Zuwendung erklärt. Die US-amerikanischen Forschungen scheinen zu belegen, dass es einen physiologischen Anteil bei dieser Krankheit gibt.Außerdem wird die Genomforschung hinterfragt, denn eine Genomdiagnostik vor einer Embryo-Implantation ist bereits Routine, um missbildungs- oder krankheitsgefährdete Embryonen zu entdecken und auszuschließen. Führt das nicht geradewegs zum perfekten Menschen aus dem Baukasten? Die Dokumentation geht der Frage nach, wo die Grenze zwischen reiner Wissenschaft und eugenischer Geburtenkontrolle verläuft.
Auf jeden Fall scheint alles dafür zu sprechen, dass zwischen "angeboren" und "erworben" keine klare Linie verläuft. Alle ernst zu nehmenden Forschungen sprechen für ein komplexes Zusammenwirken beider Faktoren. Ein Film, der dazu anregt, sich unvoreingenommen und menschlich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
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Bestimme Gene unser Schicksal?
Dokumentation von Sophie Nahum
ARTE France, Frankreich 2006, 40 Min.
Wiederholung am 14. Februar um 15.25 Uhr






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