Tiefgründig, hart, ergreifend und teilweise grauenvoll realistisch erzählt Duane Hopkins seinen ersten Spielfilm Better Things, der in der Provinz des heutigen Englands angesiedelt ist und parallel verschiedene Einzelschicksale in zunächst scheinbar völlig zusammenhanglosen Erzählsträngen darstellt. Dabei werden hauptsächlich die Probleme der jüngeren Generation, mit der sich Hopkins auch in seinen beiden Kurzfilmen Field und Love Me or Leave Me Alone beschäftigte, beleuchtet.Liebeskummer, Drogen und die Ausweglosigkeit des Alltags sind Elemente, die den Regisseur auch in seiner eigenen Jugend beschäftigten. Dennoch versucht er dabei auch Parallelen zu den Schwierigkeiten im Leben der Generation ihrer Großeltern herzustellen, wohingegen die ihrer Eltern vollkommen außer Acht gelassen wird.
Seine Poesie erfährt der Film jedoch nicht durch seinen Handlungsverlauf, vielmehr beeindruckt er durch die kunstvolle Komposition aus Bildführung und gezielt eingesetzten Toneffekten. Hopkins, dessen Erfahrungen als Maler und Fotograf deutlich erkennbar sind, verleiht dem Film durch genau abgestimmte Farbkombinationen, gelegentlich auftretende Standbilder und dem Kontrast aus lauten Hintergrundgeräuschen und totaler Stille eine ganz eigene Ästhetik.
Den monotonen Rhythmus des Films unterstreicht das immer wieder auftretende Atemgeräusch der Protagonisten des dialogarmen Films. Dabei erzeugt er kaum Spannung, lässt den Zuschauer aufgrund der lose erscheinenden Handlungsverknüpfung oft verwirrt zurück, schafft es aber dennoch zu keiner Zeit vorhersehbar zu wirken und eine trostlose, bedrückende Atmosphäre zu kreieren. Denn das ist es, was Hopkins zeigen will. Unverblümt.
Das ist das wahre Leben.
Marius Lang, Sebastian Gratz
Hölderlin Gymnasium
Nürtingen
Im Gespräch mit Regisseurin Duane Hopkins(Windows Media Video)







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