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China: Gesellschaft

In einer vierteiligen Dokumentation zeichnen Philip Short et Adrian Maben das Porträt eines Mannes, der China von mittelalterlichen Strukturen befreit hat, (...)

China: Gesellschaft

Montag, 11. August 00.10 Uhr - 21/07/08

Bird's Nest - Herzog & de Meuron in China

Bauen zwischen zwei Kulturen, zwei architektonischen Traditionen, zwei politischen Systemen - der Dokumentarfilm von Christoph Schaub und Michael Schindhelm verfolgt verschiedene Projekte der Basler Stararchitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron in China. Zum einen bauten sie das "National Stadium" für die Austragung der Olympischen Spiele 2008 in Peking, aufgrund seines spektakulären Stahlgeflechts von den Chinesen auch "Bird's Nest" genannt. Zum anderen entstand unter ihrer Regie ein ganzer Stadtteil in Jinhua. So stehen ihre Entwürfe sowohl für den internationalen Auftritt Chinas, als auch für die alltäglichen Bedürfnisse der chinesischen Bevölkerung. ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Themenschwerpunkts "China".

  • 11.08.2008, 00.10 Uhr
    Bird's Nest - Herzog & de Meuron in China

Dokumentarfilm, Frankreich/Schweiz 2008, ARTE / SSR, Erstausstrahlung, 86 Min.
Regie: Christoph Schaub, Michael Schindhelm

© T&C Film
China verändert sein Gesicht rasend schnell. In den letzten zwölf Monaten wurde im Reich der Mitte mehr gebaut als in ganz Europa im Verlauf mehrerer Jahre. Für die prestigeträchtigen Entwürfe werden international renommierte Architekten angefragt. So entstand das "National Stadium" für die Olympischen Spiele 2008, auch "Bird's Nest" genannt, in Peking unter Regie der Basler Stararchitekten Jacques Herzog & Pierre de Meuron. Den Kosenamen verdankt das Stadium seinem eindrucksvollen Aussehen: Die spektakuläre Sportstätte ähnelt einem gigantischen Vogelnest aus Stahlzweigen.
Beide Architekten haben unter anderem auch die Entwürfe der berühmten Tate Modern in London, die Allianz-Arena des Fußballclubs Bayern München und das De Young Museum in San Francisco realisiert.
Zeitgleich mit dem "Bird's Nest" verfolgten die beiden Architekten ein Projekt in der chinesischen Provinz. In der Drei-Millionen-Stadt Jinhua bauten sie einen ganzen Stadtteil für 300.000 Menschen, eine Aufgabe, die sich auch hier nach den alltäglichen Bedürfnissen der chinesischen Bevölkerung richten soll.
Der Dokumentarfilm zeigt, wie die chinesische Kultur die Bautätigkeit der Architekten prägt. Die spezifische architektonische Form und das Ringen darum sagen einiges aus über die chinesische Gesellschaft, die Kultur und das Alltagsleben.
Indem sie die Entstehung zweier signifikanter Bauprojekte in China zeigen, versuchen die Filmemacher, dem Zuschauer die dem Architektenduo Herzog und de Meuron eigene und erfolgreich angewandte Methode des kontextuellen Bauens verständlich zu machen. Außerdem beleuchten sie die Absichten, Hoffnungen und Strategien der chinesischen Partner in diesem komplexen Entstehungsprozess.

Erstellt: 27-06-08
Letzte Änderung: 21-07-08