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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

360° - GEO Reportage

SAMSTAG, 16. APRIL 2005 UM 21.45 UHR - 30/03/05

Die Bisonwächter

Reportage von J.D. Hissen, Peter Moers
Deutschland 2001, ARTE, 26 Min.


"360º - Die Geo-Reportage" begleitet einen Mann, der in den Wäldern des Yellowstone-Nationalparks für das Überleben der letzten frei lebenden Bisons kämpft.

Bei minus 40º Celsius stapft Mike Mease durch den Schnee des Yellowstone-Nationalparks. Er bewacht die Grenzen des Parks und hält Ausschau nach Bisons. Sollte eines der Tiere auf seiner Futtersuche versuchen, den Park zu verlassen, wird Mike Mease das mit aller Kraft verhindern. Denn außerhalb des Nationalparks werden die Bisons von Ranchern und Staatsbeamten gejagt und oft auch getötet.
Morgens um 6.30 Uhr. Außer Mikes Atem und seinen Schritten im Schnee herrscht Stille. Mike Mease bleibt am Rande eines Wäldchens stehen und deutet auf etwas dampfendes Dunkles: "Da ist Baba. Ich verehre ihn: er hat das Gedächtnis eines Elefanten, die Kraft eines Bulldozers und die Aura eines Aristokraten." Kaum 100 Meter vor Mike Mease liegt der Bisonbulle im Schnee und bläst Atemwolken in den Morgen. Vor drei Jahren verbrachte Mike erstmals einen Winter in den Rocky Mountains und wurde Zeuge, wie eine der letzten Bisonherden Nordamerikas abgeschlachtet wurde. Er gründete die "Buffalo Field Campaign". Seither überwintern alljährlich rund 200 Freiwillige im Park, um die Bisons zu schützen. Sie verfolgen die Bewegungen der Jäger, werfen sich vor Schneemobile und ketten sich an die Transporter, die eingefangene Tiere zum Schlachter bringen sollen. Das Argument der Jäger lautet Brucellose. Die Hälfte der Bisons ist mit diesem Virus infiziert, und die Rancher haben Angst um ihr Weidevieh. In den vergangenen 40 Jahren wurde Brucellose jedoch nur sechs Mal von Wild auf Weidevieh übertragen - und kein einziges Mal war ein Bison der Überträger.

Erstellt: 29-03-05
Letzte Änderung: 30-03-05