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06/05/2008 - Jazz - 06/05/08

Blue Note Special

Blue Note hat wie kein anderes Label die Geschichte des Jazz geprägt. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Tonmeister Rudy van Gelder, der den Blue Note Alben ihren unverwechselbaren Klang verlieh. Aktuell hat Van Gelder (heute 83-jährig) seine Aufnahmen für Blue Note neu überarbeitet, die nun in einer Remaster Serie wiederveröffentlicht werden.

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CD Tipps von A bis Z

Lou Donaldson
„Here ‘Tis“




Jutta Hipp / Zoot Sims
“Jutty Hipp With Zoot Sims”


Horace Silver
„Further Explorations By The Horace Silver Quintet“



Louis Smith
“Here Comes Louis Smith”



Jimmy Smith
“Live At The Baba Grand Vol. 1 + 2”





1939 gründen die beiden aus Deutschland emigrierten Juden Alfred Lion und Francis Wolff das legendäre Blue Note Jazzlabel. Anfänglich ist ihr Labelprogramm noch vom Boogie und Swing kleiner Besetzungen geprägt, doch zu Beginn der 50er Jahre wenden sie sich der damaligen Jazz-Avantgarde zu, dem Bebop, aus dem später der Hardbop hervorgeht. Berühmt ist Blue Note zudem für seinen Soul-Jazz, der auf aktuelle Musikstile, wie zum Beispiel den HipHop, sogar heute noch einen prägenden Einfluss hat (s. CD-Tipps 11.03.08). Der Altsaxophonist Lou Donaldson beginnt 1952 für Blue Note erste Alben einzuspielen, die noch im Stil des Bebop sind, später wendet er sich dagegen mehr und mehr dem Soul-Jazz zu. Das 1962er Album „Here ’Tis“ spiegelt noch beide Jazz-Stile wider, mit Eigenkompositionen als auch Interpretationen von George Gershwin und Charlie Parker. Neben Donaldson, der bis 1975 über 30 Alben für Blue Note einspielte, gehört Horace Silver ebenso zu den treuen Wegbegleitern des Labels, über eine Spanne von über 28 Jahre. Mit seinem perkussiven Spiel hat der Pianist und Mitbegründer der Jazz Messengers maßgeblich den Hard Bop beeinflusst, unter anderem mit „The Outlaw“, das von dem Album „Further Explorations“ stammt. Der Trompeter Louis Smith war über lange Jahre Sideman von Miles Davis, Dizzy Gillespie und Donald Byrd. Bei seinem Debüt „Here Comes Louis Smith“ brilliert er sowohl bei Up- als auch Midtempostücken und wird dabei unter anderem von der Saxophonikone Cannonball Adderly tatkräftig unterstützt. Als erste europäische Musikerin erhält Jutta Hipp einen Vertrag bei Blue Note. Die aus Leipzig stammende und als „Europe’s First Lady In Jazz“ gefeierte Pianistin befindet sich bei ihrem Album „Jutta Hipp With Zoot Sims“ auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Karriere, mit filigranen und ebenso dynamischen Jazzinterpretationen. Als Alfred Lion den Organisten Jimmy Smith entdeckt, äußert er seiner Frau gegenüber den Wunsch, dass er am liebsten sein Label verkaufen würde, um den Ausnahmemusiker bei seinen Tourneen begleiten und seinem expressiven Stil jeden Abend lauschen zu können. Smiths einzigartiges Hammondorgelspiel kommt bei den beiden Livealben „Live At The Baby Grand“ hervorragend zur Geltung und macht deutlich, wieso er mit diesem Instrument für frische Impulse im Jazz sorgte.

Bei all diesen Blue Note Alben sticht vor allem der besondere Sound hervor, für den Rudy Van Gelder verantwortlich ist. Nicht ohne Grund ist er bereits zu Lebzeiten als „bester Tonmeister“ in die Jazzgeschichte eingegangen, denn er hat dem Jazz eine neue Klangqualität verliehen.



  • DVD

Julian Benedikt
„Blue Note. A Story Of Modern Jazz“

Naxos / Abeille Music„It Must Schwing“ war das charmante Motto der idealistischen Blue Note Gründer Alfred Lion und Francis Wolff. Der Regisseur Julian Benedikt hat mit seinem hervorragenden Dokumentarfilm „Blue Note. A Story Of Modern Jazz“ den beiden Labelmachern ein ehrwürdiges Denkmal gesetzt, sowie den zahlreichen Musikern, die für die erstklassige Qualität der Einspielungen stehen. Interviews mit Herbie Hancock, Max Roach, Taj Mahal und Horace Silver wechseln sich mit raren Konzertausschnitten von Thelonious Monk, John Coltrane und Art Blakey ab. Doch Benedikt blickt mit seinem Film nicht nur zurück in die Geschichte, und fördert Anekdoten, alte Photos oder Super-8-Filme zu Tage. Er präsentiert ebenso die aktuelle und zukunftsorientierte Generation der Blue Note Musiker, wie die charismatische Sängerin Cassandra Wilson. Aber vor allem zeigt der Regisseur Julian Benedikt, dass die Geschichte von Blue Note und des modernen Jazz’, noch längst nicht zu Ende geschrieben.


Matthias Schneider
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Blue Note Special
Lou Donaldson
„Here ‘Tis“
Jutta Hipp / Zoot Sims
“Jutty Hipp With Zoot Sims”
Horace Silver
„Further Explorations By The Horace Silver Quintet“
Louis Smith
“Here Comes Louis Smith”
Jimmy Smith
“Live At The Baba Grand Vol. 1 + 2”

www.naxos.de
www.bluenote.com

Erstellt: 05-05-08
Letzte Änderung: 06-05-08


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