Synopsis: Freundschaft, Liebe und Ruhm – alles gleichzeitig besitzen zu wollen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dass muss der Plakatkleber KRISTOFFER erfahren, dessen aus Spaß gedrehtes skurriles Video-Tagebuch zum Quotenhit eines TV-Senders avanciert.
Die Probleme dreier irgendwo in der Pubertät stecken gebliebener Twenty-Somethings verpackt der bisher als Dokumentar- und Werbefilmer bekannt gewordene norwegische Regisseur Morten Tyldum in einer kurzweiligen romantischen Komödie. Schnelle Schnitte, ein hipper Soundtrack und witzige Dialoge sind das Erfolgsrezept dieses Films, der bereits auf diversen Festivals zum Publikumsrenner avancierte. Trotz einer modischen Bildsprache ist „Buddy“ dennoch keine flache Teenager-Unterhaltung geworden. Das liegt an den drei Hauptdarstellern, die allesamt auf norwegischen Bühnen Schauspielerfahrung gesammelt haben, aber vor allem an der liebevollen, präzisen Figurenzeichnung von Lars Gudmestad.
Seine Protagonisten sind weder Helden, noch Totalversager, sondern mitten in der norwegischen Gesellschaft verankert. Manchmal aber hätte man der Komödie etwas mehr Tiefe, ein paar mehr Abgründe gewünscht, denn der Plot verläuft allzu planmäßig – eine Kinderkrankheit so manchen zeitgenössischen Filmexemplars aus der Gattung ‚Romantische Komödie’. Die Knüppel, die den Helden bei der Erreichung ihrer Ziele und zwecks Erlangung ihres Erwachsenenstatus vor die Füße geworfen werden, verdienen eher die Bezeichnung ‚Balsa-Hölzchen’. Unterhalten wollte Morten Tyldum um jeden Preis, auf keinen Fall verstören oder gar heftige Medienschelte üben (und dabei unkalkulierbare Folgen für seine Figuren aufzeigen), und das ist ihm auf jeden Fall gelungen.
Martin Rosefeldt
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Buddy
Regie: Morten Tyldum
Drehbuch: Lars Gudmestad
Darsteller: Nicolai Cleve Broch, Aksel Hennie, Anders Baasmo Christiansen, Pia Tjelta
Norwegen, 2004, 100’






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