Eines Tages waren sie da. Niedliche kleine Hasen, die unbedingt großes Kino spielen wollten. Und Jennifer Shiman hatte keine andere Wahl, als ihnen ihren Willen zu lassen. Seither zeichnet die Illustratorin aus Los Angeles ihren Hasen Kultfilmrollen auf den Leib und macht per Computer Filme draus. Und nicht nur das. Die Hasen rasen zielgenau und ungerührt in 30 Sekunden durch jeden Clip.
Für die Hasen gibt Doug alles - genauso wie für seine Frau. Denn sie hat sie erfunden, die Bunnymovies. Vom Schreibtisch aus steuert Jennifer ihr Comic-Imperium. Total Lo-Fi, ein Computer reicht. Mit dem Horror-Klassiker „Der Exorzist“ fing alles an:
"The Exorcist" mit Bunnies Jennifer Shimans Hasen liefern jedes Mal die Show ihres Lebens. Sie sprechen sogar wie im Original, nur viel schneller. Hasen kennen kein Pardon. Und der Zuschauer wird schneller süchtig, als er den nächsten Clip anklicken kann. Mit ihrem Bunnie-Theater, das Jennifer online anbietet, hat sie eine große Fangemeinde gewonnen. Und einen Fernsehsender, der ihr die Produktion der Mini-Filme finanziert und sie dafür auch ausstrahlen darf. Am Anfang hat sie auch Mäuse, Katzen und Vögel ausprobiert – aber die Hasen waren einfach die besseren Schauspieler.
"The Rocky Horror Picture Show" mit Bunnies Jennifers Hasen lieben Kino. Durch 66 Filme haben sie sich in fünf Jahren schon für sie gespielt. Meistens Kultstreifen, Klassiker, Blockbuster – alle in 30 Sekunden erzählt. Noch hat sich kein Regisseur eines der „hasifizierten“ Werke jemals bei ihr beschwert. Im Gegenteil, man fühlt sich geschmeichelt.
"Superman" (1978) mit BunniesNoch mehr Hasen gibts auf
Jennifer Shimans Website.Autorin: Dagmar Hovest
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