Die Salzburger Traviata
Mit Anna Netrebko und Rolando Villazón
Die Neuinszenierung der Traviata an den Salzburger Festspielen 2005 war wegen der Besetzung des Paars Violetta/Alfredo durch Anna Netrebko und Rolando Villazón eine umjubelte Sensation. Die Presse dichtete den beiden Hauptakteuren sogar eine Romanze an. Das höchste Kartengebot lag angeblich bei 4500 Euro, die Premiere wurde zum Triumpf. "Anna Netrebko gestaltet mit schlanker Stimme und einer Mezza voce, die nicht weniger zu fesseln vermag als das Standvermögen in den dramatischen Ausbrüchen", schrieb die Fachzeitschrift stereo.
Mit: Anna Netrebko, Rolando Villazón und Thomas Hampson
Dirigent: Carlo Rizzi
Orchester/Chor: Wiener Philharmoniker
Aufnahme: 2005 Salzburger Festspiele (Erschienen 2006)
Doppel-CD: Deutsche Grammophon Gesellschaft, ASIN: B000B6695S
Die Münchener Traviata
Von Carlos Kleiber
In dieser Aufnahme steht vor allem die Interpretation des Dirigenten Carlos Kleiber im Zentrum der Aufmerksamkeit, sowie natürlich Placido Domingos Auftritt als Alfredo.
H. Schönegger schreibt in in FonoForum 1 / 86: "Diese Münchner 'Traviata' ist eine Spitzenaufnahme, weil sie - sehr stark durch Kleiber geprägt - die Partitur in bewundernswertem Maß ausleuchtet. Neben dem sehr männlichen, feurigen Alfredo und einem unplakativen Germont ist die Cotrubas zwar keine brillant auftrumpfende, doch eine sich mit der Rolle identifizierende, sehr bewegende, wunderbare Violetta."
Mit: Ileana Cotrubas, Placido Domingo, Sherill Milnes
Dirigent: Carlos Kleiber
Orchester/Chor: Bayerisches Staatsorchester, Carlos Kleiber
Aufnahme: 1977
Doppel-CD: Deutsche Grammophon Gesellschaft (Universal), ASIN: B000SSPL44
Die Lissabonner Traviata
Mit Maria Callas
Die Traviata gehörte zu Maria Callas engerem Repertoire. Leider gibt es nur eine Studioaufnahme aus den Anfangszeiten der Sängerin, diese jedoch ist recht schlampig und lieblos eingespielt. Will man die Callas als Traviata erleben, ist man also auf die diversen Life-Mitschnitte angewiesen. In Lissabon stand ihr 1958 ein kongenialer Partner zu Seite: Alfredo Kraus. Die Tonqualität ist akzeptabel.
Störend sind allenfalls der grummelnde Souffleur in den Anfangspassagen und die unüberhörbaren Geräusche des Publikums. Das Fehlen von Hi-Fi-Qualität wird hier aber mehr als aufgewogen durch die Dokumentation eines wirklich einmaligen Opernabends.
Mit: Maria Callas, Alfredo Krause, Mario Sereni
Dirigent: Franco Ghione
Orchester/Chor: Orquestra Sinfónica Do Teatro Nacional de Sao Carlos, Lissabon
Aufnahme: 27. März 1958
Doppel-CD: EMI Classics (EMI), ASIN: B000002RY7







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