Die Tanzbiennale in Venedig wurde im letzten Jahr mit dem Stück "Silent Collisions" von dem belgischen Choreografen Frédéric Flamand eröffnet. Ausgehend von dem Roman "Unsichtbare Städte" von Italo Calvino entwickelte Flamand ein Stück, das dem Biennale-Thema "Body-City" in besonders poetischer Weise gerecht wurde. In "Silent Collisions" wirbeln, drehen und rollen die virtuosen Tänzer seines Ensembles "Charleroi Danses" in ständig wechselnden Konstellationen über die Bühne und schaffen so ein fließendes Bild von Menschen in Bewegung. Unterstützt werden die Tänzer von effektvollen Spiegelungen und Videoprojektionen in dem Bühnenbild des amerikanischen Architekten Thom Mayne.
Eine wesentliche Rolle spielt in dem Tanzstück das aus mehreren frei und unabhängig voneinander beweglichen Segeln bestehendes Dach, das bizarre Raumveränderungen zulässt. Da die sich stetig wandelnde Rauminstallation die Bewegungsabläufe der Tänzer bestimmt, scheint die städtische Umgebung in Flamands Stück geradezu eine Art Eigenleben zu führen. Entstanden ist eine lebendige und poetische Choreografie, die sich auf außergewöhnliche Art und Weise mit der Beziehung von Tanz und Architektur auseinandersetzt.
Architektur und Bewegung ist eines der großen Themen des belgischen Choreografen Frédéric Flamand. Er gründete 1973 in Brüssel die Gruppe "Plan K" und wurde 1991 künstlerischer Leiter des "Ballet Royal de Wallonie", das er in "Charleroi/Danses" umbenannte und mit dem er zahlreiche Stücke verwirklichte. Für "Silent Collisions" arbeitete er mit dem amerikanischen Architekten Thom Mayne zusammen, dem Begründer der weltbekannten kalifornischen Architektur- und Designgruppe "Morphosis". Frédéric Flamand, Vorreiter beim Einsatz von Videobildern in seinen Aufführungen, bietet mit seinen Darstellern energiegeladene Tanzproduktionen, die Spiegel und Kritik der heutigen Welt mit ihren Zwängen sein wollen. "Silent Collisions" wurde für die Eröffnung des 1. Festivals für Zeitgenössischen Tanz der Biennale di Venezia im Juni 2003 ausgearbeitet.







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Frédéric Flamand entwickelte ausgehend vom Roman "Unsichtbare Städte" von Italo Calvino auf der letzten Tanzbinnale in Venedig das Stück "Silent Collisions". Es ist eine Metapher auf unsere im ständigen Wandel befindlichen Städte. ARTE strahlt eine 26-minütige Fassung aus.
Silent Collisions,
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