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16/10/2007 - Jazz - 28/08/08

Charly Antolini

"Jazzclub Legends"


Die Reihe Jazzclub Legends ehrt einen der ganz großen europäischen Schlagzeuger: Charly Antolini.

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Yeah Man (Real Audio, 30'')
Dear Charles (Real Audio, 30'')


In Zürich geboren, spielt Charly Antolini Mitte der 1950er Jahre in Paris mit Vertretern des Swing, unter anderem mit Sidney Bechet und Albert Nicholas, und wurde im Anschluss Mitglied des Südfunk-Tanzorchesters. In den 1970er Jahren steht er ebenso Albert Mangelsdorf zur Seite, als auch Jean ‚Toots’ Thielemans oder Earl Hines. Antolini ist ein vielseitiger und virtuoser Schlagzeuger, und gehört zu den gefragtesten Session- und Studiomusikern. Ob Bigband oder Triobesetzung, ob Swing oder Fusion, Antolini gelingt es stets, sein Schlagzeugspiel über eine ‚einfache’ Rhythmusbegleitung zu erheben.
In der internationalen Jazzwelt sind Schweizer Schlagzeuger heiß begehrt. Zu den Begründern dieses einmaligen Rufs gehören neben Antolini Daniel Humair, Pierre Favre sowie der Schlagzeug-Maniac Mani Neumeier. Es gibt Theorien, die dies auf die Schweizer Folklore-Musik zurückführen, im speziellen auf die Basler Fasnacht. Bereits die Schlagzeuglegende Gene Krupa war von den Hunderten von Tambouren begeistert, die um vier Uhr früh, zum „Morgestraich“ durch die Innenstadt von Basel ziehen, um mit äußerster Präzision, die vertracktesten rhythmischen Figuren zu spielen. Auch von Antolini ist überliefert, dass er begeistert an der Basler Fasnacht teilnahm.
Die nun in der Reihe Jazzclub Legends erschienene längst überfällige Antolini-Werksübersicht von 1966 bis 1980, ist ein absolutes Muss für jeden Schlagzeuger. Sie bietet einen erstklassigen Einblick in das einzigartige Spiel des Schweizer Rhythmusvirtuosen.


  • DVD
Jazz-Icons „Art Blakey & The Jazz Messengers. Live in 1958“
Bei einem Drum-Special darf natürlich Art Blakey nicht fehlen. Sein brillantes Spiel blieb in über drei Jahrzehnten weitestgehend unverändert, geprägt von der Swing-Ära konzentrierte er seine Solos meist auf die Snare. Legendär und wegbereitend ist sein Thema, das er bei dem Stück „A Night In Tunesia“ auf den Tomtoms spielt, welches daraufhin von seinen Begleitmusikern übernommen wird.
In der Reihe „Jazz-Icons“, erscheint erstmals auf DVD ein Konzert von Art Blakey mit den Jazz Messengers aus dem Jahre 1958 in Belgien. Blakey wird bei diesem Auftritt von dem großartigen Pianisten Bobby Timmons, dem Bassisten Jymie Merritt, dem Saxophonisten Benny Golson und dem legendären Trompeter Lee Morgan begleitet. Die ruhigen Filmeinstellungen konzentrieren sich ganz auf die einzelnen Musiker und sind beeindruckende Musikerportraits.
Mehr Informationen unter www.jazzicons.com

  • DVD
Jazz-Icons „Buddy Rich. Live in 1978“
Eine besondere Freude bereitet es, das elegante Schlagzeugspiel von Buddy Rich zu verfolgen. Selbst als über 60jähriger fasziniert Rich, wie hier bei seinem Konzert von 1978 in Holland, das in der DVD-Reihe Jazz-Icons erschienen ist. Rich, der als Vierjähriger am Broadway als Sänger und Trommler aufgetreten ist, hatte bereits mit elf Jahren seine erste Band. Sein Leben lang blieb Rich dem Swing der Bigbands treu, selbst als ihre Ära längst vorbei war. Ausgerechnet 1966, zum Höhepunkt der Beatlemania, ließ er seine Bigband wieder auferstehen, und hatte gegen alle Vorbehalte internationalen Erfolg. Richs grandioses Rhythmustalent ist stets präsent, ob er nun der 14köpfigen Bigband einzig auf der Hi-Hat den Rhythmus vorgibt, oder bei Soli auf seinem minimalen Schlagzeugset eine Vielfalt von Percussion-Sounds zaubert. Auf der DVD findet sich auch Richs hervorragende Bigband-Version, des damals zur Fusionjazz-Hymne avancierten Stücks „Birdland“ von Weather Report.
Mehr Informationen unter www.jazzicons.com



Matthias Schneider

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Jazzclub Legends
„Charly Antolini”
MPS / Verve / Universal
www.jazzecho.de

Erstellt: 15-10-07
Letzte Änderung: 28-08-08


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