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24/09/07

Chinesische Astrologie

„Das Universum ist meine Bleibe“ Hi Tang


Die chinesische Astrologie mit ihrer Nähe zu Wissenschaft und Philosophie versteht die Beziehungen zwischen Gestirnen, Erde und Mensch lediglich als ein Wechselspiel von Kräften, die einem harmonischen Gleichgewicht zustreben. Sie ist bereits viertausend Jahre alt und geht angeblich auf den „Gelben Kaiser“ Shi Huangdi, den mystischen Führer des chinesischen Volkes, zurück. Anders als die westliche Astrologie stützt sie sich nicht auf schriftliche Quellen. Ihre Grundlagen sind vor allem traditionelle Volksmythen und lokaler Aberglaube (Sterndeutung, Orakel, Geomantie, Zahlenmystik und Symbole).

Das Buch der Wandlungen (I Ging) ist das bekannteste der chinesischen Weissagungsbücher und über 2000 Jahre alt. Es enthält Deutungen der Wirkungen und Beziehungen der kosmischen Kräfte die, wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten, übernatürliche Phänomene hervorrufen, die den Menschen als Warnung dienen sollen.

Das Horoskop

Das chinesische Horoskop gibt Hinweise für das Verhalten im Umgang mit seinen Mitmenschen und darauf, wie man mit seinen guten und schlechten Eigenschaften, seinen Eigenheiten, umgehen sollte. Sich selbst zu kennen, bedeutet, sein Leben besser zu führen und damit ein besseres Leben zu führen, indem man nach dem strebt, was einem zuträglich ist. Im Unterschied zur westlichen Astrologie sucht man sich in Asien seinem Sternzeichen anzupassen und auf diese Weise seine innere Freiheit zu finden. Indem man die individuellen Motive in den Hintergrund stellt, findet man zum ewigen Frieden.

Diese Astrologie wird auch in Japan, Korea und Vietnam praktiziert.

Der Kalender

Mit der Erstellung eines Kalenders haben sich die Menschen Regeln für ihr Leben nach Gesetzmäßigkeiten gegeben, die es ihnen gestatten, in Harmonie mit der Welt zu leben. Der chinesische Kalender ist aus eben diesem Grund kein Sonnenkalender, wie unser westlicher, sondern ein Mondkalender. Den zwölf lunaren Zyklen entsprechen 12 Monate, die 29 oder 30 Tage haben. Das Jahr des chinesischen Kalenders hat durchschnittlich 354 Tage, woraus sich Verschiebungen gegenüber den landwirtschaftlichen wichtigen Jahreszeiten des Sonnenjahres ergeben. Deshalb wird sieben Mal in jeweils 19 Jahren ein zusätzlicher Schaltmonat eingefügt.

Nach dem alten chinesischen Kalender begann das neue Jahr mit mit dem Tag nach dem zweiten Neumond, noch früher legte man Neujahr auf den ersten oder dritten Neumond. Nach dieser Einteilung sind die Monate April und Mai Wintermonate.

Das chinesische Denken ist zyklisch, und so folgt auch die Zeiteinteilung einem Zyklus von je 60 Jahren. Demnach war das Jahr 1994 das 10. Jahr des 79. Zyklus seit 2697 v. Chr. Dem chinesischen Tierkreiskalender dagegen liegt ein Duodezimalzyklus von 12 Jahren, 12 Monaten und 12 Stunden zu Grunde, dem 12 Tierzeichen zugeordnet sind. Seine Ursprünge reichen sehr weit zurück und liegen im Dunkeln; es steht nicht einmal fest, dass es sich dabei tatsächlich um eine chinesische Erfindung handelt.

Der Tierkreis (Zodiakus)

Er stammt aus vorgeschichtlicher Zeit, seine genaue Herkunft ist jedoch unbekannt. In der Neuzeit fand er Eingang in die buddhistische Lehre, wie schon zuvor in den Taoismus.

Buddha

Der Legende nach rief Buddha alle Tiere der Welt zu sich, bevor er sich von der Erde verabschiedete. Es erschienen jedoch nur zwölf, denen er zur Belohnung ein eigenen Mondjahr gemäß ihren Aufgaben und Eigenschaften widmete. Als erstes der Tiere war die Ratte zur Stelle. Ihr folgten Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Diese Reihenfolge nehmen sie auch im Zyklus des Tierkreiskalenders ein. Diese Tradition wurde im 10. Jahrhundert unserer Zeitrechnung von den Taoisten übernommen und allgemein ver

Erstellt: 24-09-07
Letzte Änderung: 24-09-07