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Kino auf ARTE - 10/02/12

Cincinnati Kid

Spielfilm, USA 1965
Regie: Norman Jewison; Buch: Ring Lardner Jr., Terry Souther; Kamera: Philip Lathrop; Schnitt: Hal Ashby; Musik: Lalo Schifrin; Produzent: Martin Ransohoff; Produktion: Filmways
Mit: Steve McQueen - (Eric "The Kid" Stoner), Edward G. Robinson - (Lancey Howard), Ann-Margret Olsson - (Melba), Karl Malden - (The Shooter), Tuesday Weld - (Christine), Joan Blondell - (Lady Finger), Rip Torn - (William Jefferson Slade), Jack Weston - (Pig), Cab Calloway - (Yeller), Jeff Corey - (Hoban), Theo Marcuse - (Felix)

Im New Orleans der 30er Jahre - die USA befinden sich in einer Zeit wirtschaftlicher Depression - verdient der der junge Eric "The Kid" Stoner seinen Lebensunterhalt mit Poker spielen. Er ist besessen von dem Gedanken, der beste Pokerspieler überhaupt zu werden. Als Lancey Howard, der Altmeister des Spiels, in die Stadt kommt, fordert Stoner ihn zum Duell am Spieltisch. Ganz New Orleans gerät daraufhin ins Pokerfieber und wartet gespannt auf den Ausgang des Zweikampfs.



New Orleans im Jahr 1936 zur Zeit der großen wirtschaftlichen Depression: Der junge Eric "The Kid" Stoner gilt als der beste Pokerspieler der Stadt. Besessen von dem Gedanken, der unangefochtene König der Karten zu werden, sieht er seine große Chance in einem schicksalhaften Duell mit dem Altmeister Lancey Howard, als der in die Stadt kommt. Doch Howard widersetzt sich der Herausforderung des jungen Kids lange Zeit, wird jedoch schließlich von Kids Freund Shooter überzeugt, die Herausforderung des jungen Mannes anzunehmen.
Shooter wiederum ist Opfer einer Intrige des zuvor von Howard vernichtend geschlagenen William Jefferson Slade, der sich für seine Demütigung rächen will. So kommt es in einem verrauchten Hinterzimmer zur alles entscheidenden Konfrontation am Kartentisch zwischen Eric "The Kid" Stoner und Lancey Howard, bei der Shooter zunächst als Kartengeber fungiert. Als Kid jedoch erfährt, dass Shooter von Slade erpresst wird und das Spiel zu seinen Gunsten manipulieren soll, droht er, die Sache auffliegen zu lassen. In der unbeirrbaren Überzeugung, Lancey Howard ohne fremde Hilfe entthronen zu können, manövriert er Shooter aus dem Spiel und sucht die finale Entscheidung.

Das packende, atmosphärisch dichte Porträt besessener Spieler wird als "die Mutter aller Pokerfilme" bezeichnet. Während es im "Lexikon des Internationalen Films" heißt: "Dank guter Darstellung und dichter Atmosphäre eine interessante Milieu- und Charakterstudie," befindet das Fernsehmagazin "prisma": "Steve McQueen ist als personifizierte Coolness am Kartentisch bis heute unerreicht." Und in seinem Nachruf auf Steve McQueen, der am 7. November 1980 einem Krebsleiden erlag, schrieb Peter Buchka in der "Süddeutschen Zeitung" vom 10.11.1980 u. a.: "Er war der Schöne der 60er-Jahre und der Aussteiger der 70er. Wie bei wenigen anderen Schauspielern haben sich bei ihm Berufs- und Privatleben vermischt. Er verschmolz als Person mit seinen Rollen - der lässige Held, der sich der Gefahr stellt, ohne sie zu respektieren. Die Rolle, die er im Grunde immer wieder spielte und die sein Image prägte, war die des Spielers, einer, der das Risiko herausfordert und dann Sieg und Niederlage gleichermaßen gleichmütig hinnimmt."
Das Drehbuch schrieben Ring Lardner jr. und Terry Southern nach dem Roman "Der Pokerkönig" (im Original "The Cincinnati Kid") von Richard Jessup.

Cincinnati Kid
Dienstag 21. Februar 2012 um 01.55 Uhr
Keine Wiederholungen
(USA, 1965, 98mn)
ZDF

Erstellt: 10-02-12
Letzte Änderung: 10-02-12