Der letzte Bonus den er bekam betrug eine halbe Million Pfund. Das war ein übliches Schmerzensgeld für unmenschliche Arbeitszeiten und den permanenten Druck, noch mehr Gewinn machen zu müssen. Es haben viele mitverdient in der City. Die Investmentbanker, die Anleger und auch die Politik, denn die City erwirtschaftet allein 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Englands.
Auch Geraint hing zwölf Jahre lang an der Nadel des Geldstroms. Und doch brach er radikal mit all dem. Ein paar Monate nach seinem Ausstieg veröffentlicht Geraint den Roman „Cityboy“ - die Erlebnisse des Analysten Steve Jones, der seine Anleger mit Drogen und Partys bei Laune hält. Song und Video zum Buch lieferte der umtriebige Ex-Analyst gleich mit.
Jetzt sammelt Geraint Spenden für eine Schule in Kenia und schreibt zusammen mit der Grafikerin Sophie Lodge an einem Buch über die aktuelle Finanzkrise- "Cityboy: 50 Ways to Survive the Crunch". Sein erstes Buch kletterte bis auf Platz 3 der Bestsellerliste und ging durch die Medien. Die britische Presse schreibt kritisch über den Selbstdarsteller. Aber das schert Geraint wenig. Mit 36 Jahren tut er nur noch das, worauf er Lust hat und kehrt langsam zu seinen idealistischen Wurzeln zurück. Deswegen predigt er im Internet jetzt den Verzicht. Askese kombiniert mit ein paar Mille auf der Bank - so entsteht für Geraint das ultimative Freiheitsgefühl.







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