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ARTE Journal - 13. Januar 2010 - 13/01/10

Clint Eastwoods neuer Film "Invictus - Unbezwungen"

Mit Rugby gegen die Apartheid: Clint Eastwoods neuer Film erzählt, wie der damalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela (gespielt von Morgan Freeman) versucht, mit einem gemischten Rugby-Team und seinem weissen Kapitän (Matt Damon) die Rassentrennung zu überwinden. Der Film gilt als Kandidat für die diesjährgen Oscars.

"Ich dank euch Göttern, die es geben mag,
Dass meine Seele unbezwingbar ist.
Ich meistere mein Geschick, bin selbst der Steuermann meiner Seele."
Diese Verse des englischen Dichters William Ernest Henley haben 27 lange Jahre den politischen Häftling Nelson Mandela gestützt. Sie beeindruckten auch Clint Eastwood, dessen Porträts gerade auf den Pariser Champs Elysées zu sehen sind. Sein neuer Film "Invictus" - Unbezwungen - spielt zu Beginn der Amtszeit Nelson Mandelas als Präsident Südafrikas.
Clint Eastwood: "Zunächst erwarteten alle, dass Mandela anklagen und Vergeltung fordern würde. Aber bald stellte die Welt fest, wie würdevoll seine Haltung war und wie sehr er sich von der Idee der Versöhnung leiten liess statt von der Angst."

Würde und die Sehnsucht nach einer Welt ohne Angst sind auch die Kernthemen von Eastwoods letzten Filmen. Ihre Handlung wird immer einfacher und klarer, während die Themen immer bedeutungsvoller werden. "Invictus" ist die wahre Geschichte einer Nation, die ihre Rettung dem Sport verdankt.
Clint Eastwood: "Das Spiel, die Solidarität, die der Sport erzeugt - das alles ist wie ein Märchen. "Invictus" erzählt nicht ohne Ironie, wie Südafrikas Geschichte verlaufen musste."
"Jedes Volk sehnt sich nach Einheit, braucht Einheit. Darum ging es auch Mandela. In meinem Film beschwört er die Solidarität, der durch Sport entstehen kann. Damals hatte er gesagt: 'Was unser Land jetzt braucht, ist menschliche Größe.'"

Mit fast 80 Jahren filmt Clint Eastwood nur noch, was ihm wirklich wichtig ist. Seine letzten Filme sind eine Mischung aus John Fords griesgrämigem Beharren auf Gerechtigkeit und Frank Capras Menschenfreundlichkeit. Damit steht er in der Tradition der engagierten Helden, die mit Worten sprechen, die heute kein Filmemacher unter 60 mehr verwenden würde.
Clint Eastwood: "Ich sprach mit den Schauspielern gar nicht über den Film. Präsenz genügte, und "schön, dich zu sehen" und "Danke".

Die Reportage

Der Film

"Invictus - Unbezwungen" von Clint Eastwood
Mit: Morgan Freeman, Matt Damon
Kinostart am 18. Februar 2010

Erstellt: 13-01-10
Letzte Änderung: 13-01-10