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Let's Make The Water Turn Black (Real Audio, 0'30")
Waka Jawaka (Real Audio, 0'30")
G-Spot Tornado (Real Audio, 0'30")Mit einem Augenzwinkern betitelt Colin Towns sein Zappa-Projekt mit der NDR Bigband: „Frank Zappa’s Hot Licks (and funny smells)“. Den „alten Mief“ des Jazz, über den Zappa sich beschwert hatte, verstreut Towns mit seinem Livealbum in alle Winde. Denn der Jazzpianist und Arrangeur hat das einzig Richtige mit dem Erbe des genialen amerikanischen Musikers gemacht.
Towns liegt es nicht daran, dass Zappas Kompositionen „nur“ nachgespielt werden: „Man kann ihn nicht kopieren. Ich will etwas von mir, von der NDR Bigband und ihren Solisten in Zappas Musik hineintragen.“ Dazu klopft er die Zappalieder Note für Note auf Bigbandtauglichkeit ab und arrangiert bei Bedarf neu. Ganz im Geiste Zappas führt Towns die Kompositionen einer neuen musikalischen Ebene zu, wie es der amerikanische Gitarrist zuletzt mit seinem „Yellow-Shark“-Projekt vormachte. In Kollaboration mit dem Frankfurter Ensemble Modern erarbeitete Zappa eine Klassikversion seiner Stücke. Zappa war ein musikalischer Grenzgänger und Provokateur, der es liebte, auf dem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn einen Balanceakt zu vollführen. Ob Klassik oder Kindermelodien, Rock oder Zwölftonmusik, Improvisation oder komplexe Kompositionen, Zappa brach mit tradierten Musikklischees.
Und genau darauf hat sich Towns bei der Neubearbeitung der Stücke konzentriert. Denn Zappas Musik ist Spektakel. Sie zelebriert den Ausnahmezustand. Und nur wer dazu bereit ist, Zappas musikalische Narrenkappe aufzusetzen, kann seine Stücke mit der dazugehörigen Portion Ironie darbieten. Colin Towns kann sich glücklich schätzen, denn er hat noch 18 weitere Musiker gefunden, die verrückt genug sind, ihn bei dieser hinreißend zappaesken Karussellfahrt durch die Musikgeschichte tatkräftig zu unterstützen.
Matthias Schneider







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