Deutschland 2006, 94 Min.
Buch und Regie: Uli Gaulke
Mit Anup Jagdale, Han Yong-Sil, Lassane Badiel, Penny Tefertiller
Synopsis: Der Dokumentarfilmer Uli Gaulke - selbst Mitbegründer des Berliner Programmkinos Balazs - reist nach Nordkorea, Amerika, Burkina Faso und Indien. Er stellt vier Menschen vor, die eine gemeinsame Leidenschaft besitzen: Ihre grosse Liebe zum Kino.Kritik: Uli Gaulke findet es nicht so wichtig, ob er die Sprache seiner Darsteller sprechen kann oder nicht. Nach seinen erfolgreichen Dokumentationen HAVANNA, MI AMOR (2000) und HEIRATE MICH (2003) die auf Kuba spielten bzw. eine kubanische Darstellerin hatten, ist er diesmal gleich in drei weitere Länder gefahren, deren Sprache er nicht beherrscht. Oft lässt er sich von seinen Übersetzern die Szenen nur kurz zusammenfassen, denn es geht ihm vor allem um die Stimmung. Emotionen sind international verständlich, darauf setzt der Berliner Filmemacher: "Dann habe ich Stimmungen, die ich nur an den Gesichtern ablesen kann, an den Gesten, an den Bewegungen. (...) Kino hat ja mal so angefangen, dass keiner irgendwas verstanden hat, es gab ja keinen Ton. Das heißt, Kino hat so angefangen, dass nur über Gesten kommuniziert wurde. Dazu bin ich in den letzten drei Jahren zurückgekommen." Ein interessantes Konzept, das hier sehr gut funktioniert.
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COMRADES IN DREAMS lebt von seinen Protagonisten, die dem Zuschauer immer mehr ans Herz wachsen. Spannend ist es zu sehen, dass Menschen, deren Kulturen gegensätzlicher nicht sein könnten, wie etwa die der Nordkoreanerin Han Yong-Silund der Amerikanerin Penny, sich in ihrer Leidenschaft fürs Kino und ihrer grundsätzlichen Einsamkeit sehr nahe stehen. "Zwei solche extreme Welten gegenüberzustellen und trotzdem Gemeinsamkeiten zu finden, war eine grosse Herausforderung." Beim Drehen der einen Episode hatte er jeweils die andere Frau bereits im Kopf. "Ich hatte die Chance, sie das erste Mal 'an den Tisch' zu bringen. Das reizt mich, wenn ich vier Länder in einem Film zusammenbringe." Man wünscht es diesem schönen Dokumentarfilm, dass er auch viele viele Zuschauer aus vielen, vielen Ländern zusammen bringt und sie in ihrem Erlebnis des Sehens vereint.Nana A.T. Rebhan






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Dokumentation über ungewöhnliche Kinobetreiber 
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