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Prismatica
StalagmiteDer Free-Jazzer Craig Taborn ist nach seinen Ausflügen in die Detroiter Techno Szene mit vielen neuen Erfahrungen wieder zu der Thirsty Ear Blues Series Familie zurückgekehrt. Für sein neues Quartett hat sich der Keyboarder, passend zu seiner experimentierfreudigen Musik, eine hochkarätige und ungewöhnliche Besetzung zusammengestellt. Mit dabei sind der Violinist Mat Maneri und der Tenor-Saxophonist Aaron Stewart, der unter anderem schon mit Anthony Braxton und Steve Coleman gespielt hat. In dem Ensemble hat der Schlagzeuger David King, der normalerweise bei The Bad Plus trommelt, den schwierigsten Part. Denn das alles bestimmende Element auf „Junk Magic“ ist der Rhythmus und vor allem seine Dekonstruktion. Mit Hilfe von Computern und Samples setzt Craig Taborn gegenläufige Rhythmuspatterns, die jeden durchschnittlichen Schlagzeuger aus der Fasson bringen würden. Doch der Schlagzeuger King meistert seine Aufgabe bravourös und bahnt sich seinen Weg durch Taborns konterkarierende Samples und die frei improvisierten Melodien des Saxophonisten und Violinisten. Taborn und seine Mitstreiter lieben es, den Hörer mit ihrem hybriden Sound aus Elektrobeats und Free-Jazz zu verwirren und aufzurütteln, um ihn dann im nächsten Moment, mit ohrenschmeichelnden Melodien zu verzaubern.
Matthias Schneider
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Craig Taborn
"Junk Magic"
Thirsty Ear / Rough Trade / Night And Day
www.thirstyear.com







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