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Donnerstag, 22. Juli 2010, ab 20.15 Uhr - 16/07/10

Crazy Girls

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Montag, 16. August 2010

14:45
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Die Mädchen von Rochefort

Die zwei 25-jährigen Garnier-Schwestern sind die wohl berühmtesten Zwillinge der Kleinstadt Rochefort. Delphine, die Blonde, bringt den Kindern das Tanzen bei, während die rothaarige Solange eifrig Gesangsstunden gibt.

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Montag, 16. August 2010 um 14.45 Uhr

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Die Mädchen von Rochefort
( 1967, 121mn)
ARTE F
Regie: Jacques Demy
Kamera: Ghislain Cloquet
Musik: Michel Legrand
Schnitt: Jean Hamon
Darsteller: Catherine Deneuve (Delphine Garnier), Danielle Darrieux (Yvonne Garnier), Françoise Dorléac (Solange Garnier), Gene Kelly (Andy Miller), George Chakiris (Étienne), Grover Dale (Bill), Jacques Perrin (Maxence), Jacques Riberolle (Guillaume Lancien), Michel Piccoli (Simon Dame), Patrick Jeantet (Boubou Garnier)
Autor: Jacques Demy
Produktion: Madeleine Films, Parc Film
Produzent: Gilbert de Goldschmidt, Mag Bodard

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die zwei 25-jährigen Garnier-Schwestern sind die wohl berühmtesten Zwillinge der Kleinstadt Rochefort. Delphine, die Blonde, bringt den Kindern das Tanzen bei, während die rothaarige Solange eifrig Gesangsstunden gibt. Beide leben sie für die Musik, für ihren Traum einer großen Karriere in Paris und für die Hoffnung, eines Tages ihre große Liebe zu treffen. Doch die jungen Frauen sind mit ihren Wünschen nicht allein in der Hafenstadt, wo die Vorbereitungen der anstehenden Kirmes auf Hochtouren laufen ...

Freitag am Morgen: Im kleinen Rochefort steht ein großes Volksfest an. Die Kirmesleute beziehen den Marktplatz und erwecken das Städtchen zu neuem Leben. Ihnen voran die beiden Jünglinge Étienne und Bill als Organisatoren des diesjährigen Jahrmarkts.
Für die beiden Zwillingsschwestern Delphine und Solange Garnier, 25 Jahre jung, scheint das normale Leben weiterzugehen: Die blonde Tänzerin gibt fleißig Ballettstunden, während die rothaarige Komponistin am Klavier begleitet oder Gesangsunterricht erteilt. Dann, für gewöhnlich, holen sie den kleinen Bruder Boubou von der Schule ab oder besuchen Mutter Yvonne in deren Bistro, in dem sich Bewohner und Besucher der Stadt die Zeit vertreiben.
Yvonne Garnier, mit den Jahren bescheidener geworden, hat sich mit ihrem einfachen Leben in Rochefort arrangiert, obwohl sie noch immer einer alten Liebe nachtrauert. Ihre geistreichen, weltgewandten Töchter hingegen sind gelangweilt von Rochefort; beide zieht es in die Ferne, raus aus der Provinz nach Paris. So versucht Solange, über den charmanten Musikhändler Simon Dame einen Kontakt zu dem amerikanischen Komponisten Andy Miller nach Paris herzustellen. Und auch Delphine träumt von der Pariser Oper, vom Leben und von einer Tanzkarriere in der französischen Metropole.
In der Kunstgalerie ihres selbstherrlichen Freundes Guillaume entdeckt Delphine zufällig das Porträt einer Frau, die ihr sehr ähnelt. Die junge Frau ist sich sicher, dass das Bild mit dem Titel "Idéal féminin" sie selbst repräsentiert und hofft, in dem unbekannten Pariser Maler endlich die große Liebe zu finden. Delphine gibt Guillaume, der nicht sie, sondern nur sich selbst liebt, den Laufpass und lässt sich von ihrer Schwester überreden, schon in der nächsten Woche in die Hauptstadt auszuwandern. Doch zunächst kommt alles ganz anders: Solange begegnet dem Mann ihres Lebens in den Straßen von Rochefort. Zudem erhalten die Zwillingsschwestern einen unvorhergesehenen Auftrag: Sie sollen eine heitere Bühnennummer auf die Beine stellen, um am Sonntag beim Volksfest den Stand von Étienne und Bill zu beleben.
Währenddessen träumt ein junger Maler, Dichter und unverbesserlicher Romantiker namens Maxence, momentan seinen Militärdienst bei der Marine ableistend, vom Idealbild seiner Frau, die er bereits auf der ganzen Welt gesucht, aber noch immer nicht gefunden hat. Und auch die musikbegeisterten Männer Miller und Dame, zwei alte Bekannte, begeben sich auf die Suche nach den Frauen ihrer Träume, die sie eigentlich schon längst gefunden haben, im schönen Rochefort ...

In seiner leicht-beswingten Musical-Romanze "Die Mädchen von Rochefort" hat Jacques Demy (1931-1990) verschiedene Episoden um verschiedene Menschen in der Hafenstadt Rochefort kreiert; rund um ihre großen und kleinen Träume, Lebensvorstellungen und Erinnerungen. Vor allem aber hat der Regisseur und Drehbuchautor einen musikalischen Tanzfilm geschaffen: über eine Musikerin und eine Tänzerin inmitten einer kleinen französischen Hafenstadt, von wo aus die große, weite Welt zum Greifen nahe scheint. Demy lässt Zufall und Schicksal ein Netz von Fäden spinnen, in seinem Film voller Begegnungen und Nicht-Begegnungen, voller Verständigungen und kleiner Missverständnisse.
Nach seinem größten Erfolg "Die Regenschirme von Cherbourg" (1963) legte Jacques Demy mit den "Demoiselles de Rochefort" einen weiteren Film vor, in dem eine Vielzahl der Monologe und Dialoge gesungen werden. Dabei verdichten sich stilisierte Farben, Musik und (Tanz-)Bewegungen zu einer schwung- und liebevollen Hommage an das amerikanische (Film-)Musical: Auch hier verbinden sich Romantik und illusionäres Spiel zu einer im positiven Sinne naiven Reflexion über das Glücksbedürfnis des Menschen, zu einer heiteren Geschichte über die Liebe, die manchmal wesentlich einfacher und näher ist als erwartet.
Es tanzen, singen und glänzen die junge Catherine Deneuve in der Rolle der blonden Delphine sowie deren 1967 tödlich verunglückte Schwester Françoise Dorléac als rassige Solange mit roten Haaren. Der Film erhielt 1969 eine Oscarnominierung für die beste Musik, komponiert von Michel Legrand. ARTE sendet die Originalfassung mit deutschen Untertiteln, um den Charme der französischen Chansons und Dialoge zu wahren.


Samstag, 4. Februar 2012

03:15
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Françoise Hardy

Ikone der Melancholie

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Wie hat es eine Subkultur von Informatik, Science-fiction, Comic books und Videospielen geschafft, sich als dominante Jugendkultur der westlichen Welt durchzusetzen?

Zum Dossier Nerd-Alarm! Von Gamern, Geeks und großen Brillen

Samstag, 4. Februar 2012 um 03.15 Uhr

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Françoise Hardy
(Frankreich, 2005, 71mn)
ARTE F
Regie: Jean-Pierre Devillers

16:9 (Breitbildformat)

Die Sängerin Françoise Hardy ist seit 40 Jahren im Musikgeschäft, hat mehr als 25 Alben herausgebracht und gehört zu den ganz Großen des französischen Chansons. Und das, obwohl sie sich schon sehr früh fast vollständig von der Bühne verabschiedete. Zu groß war ihre Angst, vor Publikum aufzutreten, zu stark ihr Lampenfieber.

Ihre schlanke, anmutige Gestalt, ihre eigentümliche Schönheit und ihr geheimnisvoller, melancholischer Stil erregten seit ihren Anfängen in den 60er Jahren die Aufmerksamkeit des Publikums und der Medien. 1962 war für die eine Hälfte der Franzosen Brigitte Bardot das Sexsymbol. Die andere Hälfte schwärmte für Françoise Hardy.
Ihre "unnachahmliche und sofort erkennbare Stimme" passt hervorragend zu der bittersüßen, helldunklen Welt, von der Hardy singt. Im Verlauf ihrer Karriere durchwanderte sie die französische Popgeschichte - vom "Yéyé" und Serge Gainsbourg über Michel Berger bis Etienne Daho -, ohne ihre Originalität und ihren Enthusiasmus zu verlieren. Sie arbeitete mit den Besten der Musikszene und schrieb einige der schönsten französischen Chansontexte ("La Question", "Et si je m'en vais avant toi", "Message personnel") - auch wenn sie sich nicht als Sängerin fühlte, wie Hardy stets behauptete.
Im Gegensatz zu vielen anderen französischen Musikern, die vergeblich dem Vorbild amerikanischer Stars nacheiferten, ist Françoise Hardy - eben wegen ihres typisch französischen Charmes - auch international bekannt. Mick Jagger bezeichnete sie als sein weibliches Ideal, Bob Dylan sah sie als Kollegin und David Bowie war leidenschaftlich verliebt in sie.
Auch Hardys Privatleben faszinierte das Publikum, vor allem die Beziehung zu ihrem Künstlerkollegen Jacques Dutronc. Sie liebten und sie trennten sich, blieben einander aber trotz aller Enttäuschungen und Kränkungen verbunden. Aufgrund ihrer Aufrichtigkeit und Offenheit erschien Hardy manchmal schroff. Man hätte sie gerne sanfter, pflegeleichter gehabt ... Doch heute gilt sie - gerade deshalb - als anspruchsvolle Musikerin und wird von ihresgleichen geachtet.
Hardy ist scheu, reist nicht gerne und lebt zurückgezogen. Doch ihre Neugier für das, was in der Musikwelt vor sich geht, hat sie sich bewahrt: sei es für die neue Chanson-Generation wie unter anderem Benjamin Biolay und Keren Ann oder für Interpreten der klassischen Musik wie Hélène Grimaud, Martha Argerich oder Piotr Anderszewski. Außerdem interessiert sich Hardy für Astrologie und - was weniger bekannt ist - für die islamische Mystik.
Für Skandale war Françoise Hardy nie gut, alles Vulgäre lag ihr stets fern, nie sah man sie bei einer unangemessenen PR-Aktion. Trotz ihrer Berühmtheit und eines Lebens im Musik- und Showbusiness hat sie es verstanden, sich vor dem Medienzirkus und seinen trügerischen Versprechungen zu schützen. Sie blickt auf ein in vieler Hinsicht erfolgreiches Leben zurück und verkörpert - mit ernstem Lächeln - ihren ganz eigenen, zeitlosen Stil.

Françoise Hardy, am 17. Januar 1944 in Paris geboren, wird 1962 durch ihr Album "Tous les garçons et les filles", welches mehr als zwei Millionen Mal verkauft wird, über die Musikszene Frankreichs hinaus bekannt. 1963 belegt die Sängerin auf dem Grand Prix de l'Eurovision mit dem Titel "L'amour s'en va" für Monaco den sechsten Platz.
Mehr als 25 Alben hat sie bis heute veröffentlicht, zuletzt 2004 "Tant de belles choses" und 2006 das Duettalbum "(Parenthèses...)" mit alten Weggefährten von Alain Delon bis hin zu Musikgrößen wie Julio Iglesias und Henry Salvador.


Montag, 8. August 2011

11:25
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Janis Joplin

Ein Blick hinter die Legende

DETAILS

Montag, 8. August 2011 um 11.25 Uhr

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Janis Joplin
(Deutschland, 2010, 52mn)
ZDF
Regie: Ray Müller

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Ihre Karriere dauerte nur vier Jahre, und trotzdem wurde Janis Joplin zum ersten weiblichen Superstar der Rockmusik. Ihr früher Tod trug das Übrige zur Legendenbildung bei. Die Dokumentation zeigt den kurzen Lebensweg eines texanischen Provinzgirls, das über Nacht zur Hippie-Ikone und zum Star der Musikszene von San Francisco wird, ebenso berühmt wie Jimmy Hendrix und, was den Umgang mit Drogen und Alkohol betrifft, ebenso berüchtigt.

Janis Joplin bot eine hervorragende Projektionsfläche für das Bild einer unabhängigen, sexuell aktiven und selbstbestimmten Frau. Aber in ihren Sehnsüchten war sie tief gespalten: Ihrem Drang nach Freiheit, nach einem anderen, wilderen Leben, stand eine tiefe Sehnsucht nach einem konventionellen Leben, nach Heirat und Geborgenheit, gegenüber. Vielleicht ist es dieser Zwiespalt, der sie am Ende das Leben gekostet hat. Und vielleicht ist sie auch deshalb für viele heute noch eine Ikone der Popkultur - wegen ihrer Musik, eines Zeitgefühls und eines Lebens, das derzeit von Frauen wie Amy Winehouse wie fortgesetzt wirkt.
Die Dokumentation zeigt den kurzen Lebensweg eines texanischen Provinzgirls, das über Nacht zur Hippie-Ikone und zum Star der Musikszene von San Francisco wird, ebenso berühmt wie Jimmy Hendrix und ebenso anrüchig im Umgang mit Drogen und Alkohol.
Schon bei ihrem ersten Auftritt beim Monterey Pop Festival, dem Vorreiter von Woodstock, fasziniert und schockiert sie ihr Publikum. Als erste Frau gelingt es ihr, in die bis dahin von Männern dominierte Welt der Rockmusik einzudringen und sich dort wie selbstverständlich zu etablieren. Mit ihrer überragenden Stimme und ihren rauschhaft-exzessiven Auftritten fasziniert sie ihr Publikum. Ihre Stimme klingt, als stünde beim Singen ihre gesamte Existenz auf dem Spiel. Dazu kamen ihr hemmungsloses Sexualleben mit heterosexuellen und lesbischen Partnern, Alkoholismus und Drogenexzesse, die seinerzeit wie ein Fanal der Freiheit wirkten, aber letztlich ein verzweifelter Kampf gegen die Einsamkeit waren.
Diesem Zwiespalt im Charakter von Janis Joplin geht die Dokumentation von Emmy-Preisträger Ray Müller nach. Verwandte, Freunde und die Musiker ihrer Bands geben Einblicke in die Geheimnisse ihrer Musik und ihres Erfolgs. Eine stark subjektive Perspektive zeigt aber auch den Preis, den Joplin dafür zahlen musste - zwischen radikalen Auftritten und Abgründen an Einsamkeit.

Diesem Zwiespalt im Charakter von Janis Joplin geht die Dokumentation von Emmy-Preisträger Ray Müller nach. Verwandte, Freunde und die Musiker ihrer Bands geben Einblicke in die Geheimnisse ihrer Musik und ihres Erfolgs. Eine stark subjektive Perspektive zeigt aber auch den Preis, den Joplin dafür zahlen musste - zwischen radikalen Auftritten und Abgründen an Einsamkeit.



Erstellt: 03-05-10
Letzte Änderung: 16-07-10


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