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Mit offenen Karten

Mit offenen Karten wird jeden Samstag um 19.15 Uhr auf ARTE ausgestrahlt, ebenso wie am Mittwoch um 00.50 Uhr und am Samstag um 11.45 Uhr. Die Sendung wird (...)

Mit offenen Karten

05/09/07

DER EVANGELIKALISMUS – EINE RELIGIÖSE STRÖMUNG AUF DEM VORMARSCH



Amerika, Gott und die Welt
George W. Bushs Außenpolitik auf christlich-rechter Basis


von Josef Braml
mit einem Vorwort von Karsten D. Voigt

Matthes & Seitz, Berlin - 2005

In den USA wirken sich religiöse Einstellungen der Bürger auf das politische Wahlverhalten aus wie in keiner anderen Demokratie des "Westens". Religiös-moralische Orientierungen waren ein entscheidender Faktor bei den Kongress- und Präsidentschaftswahlen am 2. November 2004. Gelingt es der religiösen Rechten, ihr politisches Gewicht bei diesen Wahlen in politische Repräsentation und praktische Politik umzusetzen? Hat dies Auswirkungen auf die außenpolitischen Positionen Washingtons und auf das transatlantische Verhältnis?
Das politische Erstarken konservativer evangelikaler und fundamentalistisch-religiöser Bewegungen seit Beginn der achtziger Jahre ist eine der bedeutsamsten kulturellen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und bildet die Grundlage für neuartige (außen)politische Machtstrukturen.
Christlich-rechte Wähler und ihre Interessenvertretungen nehmen nicht nur Einfluss auf Wahlen, sondern auch auf die politische Agenda der Vereinigten Staaten. Außenpolitisch beziehen "Rechtgläubige" vor allem Stellung für ein militärisch starkes Amerika und den uneingeschränkten Schutz Israels. Themen nationaler Sicherheit im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus spielen auch deshalb eine zentrale Rolle, weil sie die Kohäsion einer heterogenen Wählerschaft fördern und die Grundlage dauerhafter republikanischer Mehrheiten im Weißen Haus und im Kongress bilden können.
Das religiös-moralische Engagement Christlich-Rechter polarisiert die USA im Innern und führt zu Divergenzen in den transatlantischen Beziehungen: Bei grundsätzlichen Abwägungen zwischen dem Einsatz militärischer Gewalt und dem diplomatischer Mittel, aber auch bei konkreten Politikvorstellungen zur Regelung von Konflikten, vor allem im Mittleren und Nahen Osten. (Quelle: Verlag)





Streitpunkt Evolution
Darwinismus und Intelligentes Design


von Ulrich Kutschera
LIT Verlag, Münster u. a. 2004 - 2004

Obwohl die beiden großen deutschen Amtskirchen seit Jahren die Evolution als dokumentierte Tatsache anerkannt haben, gibt es in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung noch immer Widerstände gegen die von Charles Darwin (1859) begründete Deszendenztheorie. In diesem Buch werden die aktuellen Ergebnisse und theoretischen Konzepte der modernen Evolutionsbiologie dargelegt (vom Darwinismus zur Synthetischen Theorie). Der Autor beschreibt die christlich-religiösen Hintergründe des modernen Anti-Evolutionismus, zeigt die Argumentationsstrukturen und Organisationsformen der Kreationisten auf und behandelt das Thema "Darwinismus/NS-Ideologie". (Quelle: Verlag)




Der Gotteswahn


von Richard Dawkins
aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel

Ullstein, Berlin - 2007

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat nach "Das egoistische Gen" erneut ein Buch geschrieben, das bestehende Weltbilder grundsätzlich in Frage stellt. In diesem leidenschaftlichen Plädoyer für die Vernunft zieht er gegen die Religion zu Felde: Der Glaube an eine übernatürliche Macht kann keine Grundlage für das Verständnis der Welt sein und schon gar keine Erklärung für ihre Entstehung. Wenn wir die Kritik an den Religionen zum Tabu erklären, laufen wir Gefahr, von Fundamentalisten jedweder Couleur dominiert zu werden. Der Glaube an ein göttliches Wesen ist vielfach die Ursache von Terror und Zerstörung, wie die Weltgeschichte von der Inquisition bis zu den Anschlägen auf die Twin Towers zeigt. Ein wichtiges Buch, das zu einem brennend aktuellen Thema eindeutig und überzeugend Position bezieht. (Quelle: Verlag)



Beten im Oval Office


von Barbara Victor
aus dem Amerikanischen von Gottfried Röckelein

Pendo, München - 2005

Über 80 Millionen Amerikaner leben nach den Prinzipien des christlichen Fundamentalismus. Im Gespräch mit hunderten von amerikanischen Bürgerinnen und Bürgern deckt Barbara Victor deren Weltbild auf. Sie hat einflussreiche religiöse und politische Drahtzieher interviewt, die seit über 20 Jahren ihren Einfluss systematisch ausgebaut und den Wahlsieg von George W. Bush organisiert haben. Victors Fazit ist schockierend: Die Gewaltenteilung wird zunehmend untergraben und der Toleranzgedanke ausgehöhlt – der christliche Fundamentalismus hat Amerika »seiner Seele beraubt«. Auch die Auswirkungen auf die US-Außenpolitik und damit auf die gesamte Welt sind enorm: Victor beleuchtet die Einflussnahme im Nahen Osten, aber auch den Feldzug der USA gegen den islamischen Terrorismus. (Quelle: Verlag)




Amerikanische Religion: Evangelikalismus, Pfingstlertum und Fundamentalismus


von Michael Hochgeschwender
Verlag der Weltreligionen, Frankfurt/Main - 2007

In diesem Essay wird die spezifisch amerikanische Religiosität mit Verweis auf die evangelikalen Erweckungen historisch aufgearbeitet und ihre aktuelle Bedeutung dargestellt. (Quelle: Verlag)




Das Ende der Zeiten


Jean-Claude Carrière, Jean Delumeau, Stephen Jay Gould, Umberto Eco
DuMont, Köln - 1995

Am Ende des Jahrtausends ist der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen. Woher kommt die Faszination für das Ende der Zeiten? Sind es die tatsächlichen Bedrohungen oder ist es die morbide Lust an Weltuntergangsszenarien, an der Apokalypse? Inwieweit haben Christentum, Hinduismus und Buddhismus unser Zeitverständnis geprägt?
In vier Gesprächen stellen einige der bedeutendsten Wissenschaftler und Publizisten, der Semiologe und Schriftsteller Umberto Eco, der Publizist und Drehbuchautor Jean-Claude Carrière, der Paläontologe Stephen Jay Gould und der Historiker Jean Deumeau, fächerübergreifend die verschiedensten Aspekte der Zeit dar: Langsamkeit, Eile und das Vergessen im Internet-Zeitalter, den Verlust der grammatischen Zeiten, eine mögliche Zeit vor dem Big-Bang, ein Treffen der Uhrmacher am Ende des 17. Jahrhunderts, um das Ticken der Uhren der Geschwindigkeit der Geschichte anzupassen ...
Die Fragen stellen die ehemalige Documenta-Leiterin Catherine David und die Journalisten Frédéric Lenoir und Jean-Philippe de Tonnac. Wie von selbst entsteht aus den Gesprächen eine faszinierende Metaphysik der Zeit. (Quelle: Verlag)




Erstellt: 05-09-07
Letzte Änderung: 05-09-07