Kritik: "Xola, du darfst nicht weitertanzen, wenn du nicht auf mich hörst. Entweder du bist völlig taub oder absolut doof", herrscht die ehemalige Primaballerina Phyllis Spira das afrikanische Mädchen im besten Teenageralter an. Xola reagiert genervt, doch es hilft nichts. Sie muss lernen, sich dem strengen Diktat der Ballettlehrerin zu beugen, die es natürlich nur gut mit ihren Schützlingen meint. Sie sollen Disziplin lernen, Ausdauer und Entschlossenheit.
Der Film DANCE FOR ALL begleitet die fünf Jugendlichen Nqaba, Zandile, Theo, Silumko und Miss Happy bei ihren täglichen Proben, in ihrem Alltag bis hin zu einem ersten wichtigen Auftritt am Artscape Theater in Kapstadt. Die beiden Regisseurinnen Elena Bromund und Viviane Blumenschein begleiten und beobachten die Jugendlichen, ohne sich ihnen aufzudrängen, in einer freundlichen Distanz.
Schnell wird deutlich, in welch hartem Kontrast der Alltag der Jugendlichen zu ihren täglichen Proben in der "Dance For All"-Company steht. Silumkos Mutter etwa ist vor Kurzem erst an Aids gestorben - seitdem ist Phyllis eine Art Ersatzmutter für ihn. Nqaba hat keinen Vater. Er wurde jahrelang von Phyllis und Phillip betreut und ausgebildet. Nun darf er zum ersten Mal raus aus den Townships und sein Können in San Francisco unter Beweis stellen. Unwillig kehrt er zurück in die Enge der Townships. Er hat Verpflichtungen, soll er doch den Nachwuchs ausbilden. Doch wie gerne würde er sein Glück in der großen weiten Welt versuchen. Theo ist der erste von ihnen, der fünf Jahre im Ausland war und Karriere gemacht hat - als Tänzer in London. Er kehrt zurück und wird wie ein Held gefeiert, für viele ist er ihr Vorbild.

Regie: Elena Bromund und Viviane Blumenschein
Mit Phyllis Spira, Phillip Boyd, Nqaba, Zandile, Theo, Silumko, Miss Happy
ARTE- Koproduktion







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