16/03/05
Daniel Libeskind
Daniel Libeskind am Freitag den 18. März 2005 um 23 Uhr in der Sendung Denken Erlaubt
Daniel Libeskind 
Biographie
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Daniel Libeskind ist ein international renommierter Architekt und Stadtplaner. Er ist bekannt für einen neuen kritischen Diskurs in der Architektur und für seinen multidisziplinären Ansatz. Sein Schaffen reicht von größeren kulturellen Einrichtungen wie Museen und Konzertgebäuden über Landschafts- und Stadtplanungen bis hin zum Entwurf von Bühnenbildern, Installationen und Ausstellungen. Im Sommer 2002 hat er in Berlin auch erstmals eine Oper inszeniert, „Saint Francois d’Assise“ an der Deutschen Oper.
1946 wurde Daniel Libeskind in Polen geboren, 1965 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er studierte Musik in Israel und in New York, wurde professioneller Musiker und wechselte von der Musik zur Architektur. Er schloss 1970 sein Architekturstudium an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York ab und machte 1972 einen Postgraduierten-Abschluss in Architekturgeschichte und -theorie an der School of Comparative Studies in Essex.
Daniel Libeskind arbeitet in Berlin als Architekt, seit er 1989 den Wettbewerb für das Berlin Museum mit dem Jüdischen Museum gewonnen hat. Er ist Mitglied des Bundes Deutscher Architekten. Sein Museum für die Stadt Osnabrück, das Felix Nussbaum Haus, wurde im Juli 1998 eröffnet. Als jüngstes Bauwerk Libeskinds wurde im Juli 2002 das Imperial War Museum North in Manchester eröffnet.
Im Februar 2003 ist Daniel Libeskind unter sieben Mitbewerbern für den Wiederaufbau des World Trade Centers in New York City ausgewählt worden. Das zentrale Thema seines symbolträchtigen Entwurfs ist die Verbindung des Gedenkens an die Opfer mit der Erschaffung eines neuen kommerziellen Zentrums rund um Ground Zero.
Außerdem plant und arbeitet Daniel Libeskind an mehreren weiteren Projekten: „die Spirale“ als Erweiterungsbau des Victoria & Albert Museums London; The Jewish Museum San Francisco, USA; „Westside“, ein Freizeit- und Einkaufszentrum in Brünnen, Schweiz; das Maurice Wohl Convention Centre der Bar-Ilan-Universität, Tel Aviv; Atelier Weil, ein privates Galeriegebäude auf Mallorca, Spanien; der
Erweiterungsbau des Denver Art Museum, USA, und seit neuestem der Erweiterungsbau des Royal Ontario Museum in Toronto, Kanada.
Daniel Libeskind hat an vielen Universitäten der Welt gelehrt und Vorträge gehalten. Zur Zeit ist er Professor an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Cret Chair an der University of Pennsylvania sowie Frank O. Gehry Chair an der University of Toronto. Er ist seit 1990 Mitglied der Akademie der Künste und Mitglied der European Academy of Arts and Letters.
Daniel Libeskind hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Hiroshima Art Prize, der an Künstler vergeben wird, deren Arbeit dem Frieden dient. 1999 erhielt er den Deutschen Architekturpreis für das Jüdische Museum Berlin, im Jahr 2000 die
Goethe Medaille. Sein Werk wurde ausführlich in großen Museen und Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt und war auch Thema zahlreicher internationaler Publikationen in vielen Sprachen. Seine Ideen haben eine neue Architektengeneration und all die, die sich an der zukünftigen Entwicklung von Städten und der Kultur interessieren, beeinflusst.
Daniel Libeskind ist mit Nina Libeskind verheiratet und hat drei Kinder. Die Familie lebte dreizehn Jahre lang in Berlin und ist vor kurzem wegen des Auftrags für das neue World Trade Center nach New York umgezogen.
° Bauten [Auswahl]
· City Edge, Berlin [Wettbewerb zur Internationalen
Bauausstellung, IBA, 1987; Erster Preis]
· Potsdamer Platz, Berlin [Städtebaulicher Wettbewerb 1991]
· Alexanderplatz, Berlin. [Städtebaulicher Wettbewerb 1993;
Zweiter Preis]
· Sachsenhausen, Oranienburg. Urbanisierung des ehemaligen
SS-Geländes [Wettbewerb; Sonderpreis 1993, Entwicklung des
Bebauungsplanes 1996]
· Philharmonie, Bremen. [Wettbewerb 1995; Erster Preis]
· Erweiterung der National Gallery, Dublin, Irland
[Wettbewerb 1996, Zweiter Preis]
· Auswärtiges Amt, Berlin [Wettbewerb 1996; Sonderpreis]
· Uozu Mountain Observatory, Uozu, Japan [eröffnet 1997]
· Felix Nussbaum Museum, Osnabrück [eröffnet 1998]
. Das dänische jüdische Musem, Mitzvah, Kopenhagen (Dänemark) 1996-2003
. Jüdisches Museum, Berlin [seit 1999 der Öffentlichkeit zugänglich]
· Jewish Museum San Francisco, San Francisco
[Baubeginn 2000, Fertigstellung 2002]
· The Spiral: Erweiterung des Victoria & Albert Museums,
London, England [Wettbewerb 1996; Erster Preis]
[Fertigstellung voraussichtlich 2003]
· Imperial War Museum, North, Manchester, Trafford, England
[Wettbewerb 1997; Erster Preis] [Fertigstellung voraussichtlich
2002]
· Shoah Centre, Manchester, Trafford, England
· [Fertigstellung 2002]
· JVC University, Guadalajara, Mexiko
[Fertigstellung voraussichtlich 2001]
. World Trade Center, New York, 2003
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° Projekte [Auswahl]
· Marking the City Boundaries
Groningen, Niederlande, 1994
[Konzept und Installation]
· George Grosz Retrospektive [Ausstellung]
Neue Nationalgallerie, Berlin/ Staatsgalerie Stuttgart, 1994-95.
[Installation und Ausstellungsentwurf für die Sammlung graphischer
Werke]
Zweiter Preis, "Beste Ausstellung", Vereinigung Deutscher
Kunstkritiker
· Moskau-Berlin/ Berlin-Moskau, 1900-1950 [Ausstellung]
Martin-Gropius-Bau, Berlin, 1995-96.
[Installation und Ausstellungskonzeption]
Erster Preis, "Beste Ausstellung", Vereinigung Deutscher
Museumsdirektoren
· The Architect [Theateraufführung]
Oslo National Theatret, Oslo, 1997.
[Bühnenbild und Kostüme]
· Daniel Libeskind: Beyond the Wall 26.36° [Ausstellung]
Nederlands Architectuurinstituut, Rotterdam, 1997.
[Konzeption; Installation]
° Weitere Auszeichnungen [Auswahl]
· 1989 Senior Scholar, The Getty Center for the History of Art
and the Humanities, Los Angeles, USA
· Senior Scholar, Royal Danish Academy of Art
· Ehrendoktor, Humboldt Universität, Berlin, und des College of
Arts and Humanities, Essex University, England
· American Academy of Arts and Letters Award for Architecture
· 1985 Erster Preis des Leone di Pietra der Biennale von Venedig
· 1997 Berliner Kulturpreis
· 1999 Deutscher Architekturpreis
Erstellt: 07-10-04
Letzte Änderung: 16-03-05