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Schwerpunkt Europa

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Schwerpunkt Europa

30/04/04

Europas Weg zur Einheit

Dienstag, 4. Mai 2004 um 20.45


THEMA

20.45 > 22.45

Der Themenabend beleuchtet den steinigen Weg, der seit der Konferenz von Jalta zurück gelegt wurde, und stellt das große Vorhaben des 21. Jahrhunderts vor. Ein noch nie da gewesenes, kühnes und weitblickendes Vorhaben. Es gilt, ein Europa zu schaffen, in dem die Kategorien Ost und West bedeutungslos werden: ein ungeteiltes, freies Europa.

20.40 Good Bye, Jalta

Dokumentarfilm, Frankreich 2004, Erstausstrahlung
Regie: Guy Seligmann, André Wolski

Anhand wichtiger historischer Ereignisse - der Budapester Aufstand 1956, die Unterzeichnung des Vertrags von Rom 1957, der Prager Frühling und die Ereignisse in Frankreich 1968, die Solidarnosc-Bewegung 1980, der Fall der Berliner Mauer 1989 u.v.a. - beleuchtet diese Dokumentation die letzten 40 Jahre aus einer neuen Perspektive: Sie zeigt die Emanzipation von Völkern, deren Ziel es war, den europäischen Gedanken auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs lebendig zu halten.
Dargestellt wird das Autonomiestreben unter den Bedingungen der Teilung durch die beiden Supermächte, der Wille, das starre Blocksystem aufzuweichen und den Weg zur Einheit zu bahnen.

21:50 Europa - Vorsicht, Baustellen!
Dokumentation, Frankreich 2004, Erstausstrahlung
Regie: Olivier Duhamel, Virginie Linhart
Gibt es eine Identität Europas jenseits der Nationalstaaten? Gibt es so etwas wie ein gemeinsames europäisches Erbe, das uns über die Grenzen hinweg verbindet? In wieweit beeinflussen die in Brüssel getroffenen Entscheidungen bereits unser tägliches Leben? Ist der Nationalstaat vielleicht nur noch eine Illusion? Was erwarten wir überhaupt von Europa?
Der Film begibt sich auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen und nimmt darüber hinaus die Herausforderungen ins Auge, die die nahe Zukunft Europa stellen wird. Viele Baustellen warten auf Europa: Sprach- und Kommunikationsbarrieren abbauen, den allgemeinen Lebensstandard bewahren und für wirtschaftliches Wachstum sorgen, die Grenzen festlegen, und den Weg zu einer gemeinsamen Außenpolitik finden.

FERNSEHFILM
22.45 Hüter der Grenze (Varuh meje)

Fernsehfilm, Slowenien / Deutschland 2002, ARTE / ZDF
Regie: Maja Weiss

Er ist ein konservativer Lokalpolitiker und betrachtet sich als Wächter der traditionellen slowenischen Werte. Während der Fahrt bleibt plötzlich das Kanu von Alja und Zana an einem Felsen hängen. Simona treibt allein in ihrem Kanu weiter. Plötzlich steht ihr der "Hüter der Grenze" gegenüber, der sie geheimnisvoll anlächelt. Simona ist wie hypnotisiert, angezogen und ängstlich zugleich.
Alja, Zana und Simona, drei junge Studentinnen aus Ljubljana, sind gemeinsam in die Sommerferien gefahren. Ehe sie zu ihrer Bootstour auf dem slowenisch-kroatischen Grenzfluss Kolpa aufgebrochen sind, haben sie erfahren, dass ein junges Mädchen aus der Grenzregion vermisst wird.
Auf ihrer Bootsfahrt werden die Mädchen vom selbst ernannten "Hüter der Grenze" heimlich beobachtet. Ihre Freundinnen glauben Simona zunächst nicht. Aber bald taucht der "Hüter" immer häufiger auf. Nach und nach zeigen sich immer mehr Risse im Beziehungsgeflecht der drei Mädchen. Auf einem traditionellen Fest in einem slowenischen Dorf, wo der "Hüter" eine reaktionäre politische Rede hält, werden die drei Freundinnen von zwei jungen Männern belästigt. Als sie flüchten, folgen ihnen der "Hüter" und die beiden Männer.

Der Film hatte seine Premiere auf der 52. Berlinale 2002 in der Sektion Panorama und gewann den LVT-Manfred-Salzgeber-Preis. Darüber hinaus erhielt der weltweit auf vielen Festivals gezeigte Film unter anderem den slowenischen Filmpreis für die beste Regie und den Levi's First Feature Award beim 26. San Francisco International Lesbian & Gay Film Festival.

Mit: Iva Krajnc (Simona), Pia Zemljic (Zana), Tanja Potocnik (Alja), Jonas Znidasrsic (Hüter der Grenze), Igor Korsic (Aljas Vater), Gorazd Zilavec (Medo), Boris Ostan (Igor), Zvonimir Torjanac (Kroatischer Schauspieler)
Drehbuch: Brock Norman Brock, Zoran Hocevar, Maja Weiss, Kamera: Bojan Kastelic
Musik: Stewart Dunlop
Produktion: Bela Film

Erstellt: 29-04-04
Letzte Änderung: 30-04-04