Zehn Jahre liegt der hundertste Geburtstag des Kinos nun schon zurück, nimmt man den ersten von den Brüdern Lumière vor zahlendem Publikum in Paris gezeigten Stummfilmstreifen zum zeitlichen Ausgangspunkt einer beispiellosen Erfolgsgeschichte, die das Kino zur siebten und mächtigsten Kunstform erhob. Das British Film Institute beauftragte namhafte Regisseure – vornehmlich aus der 68er Generation- um die Filmgeschichte ihres Landes gewissermaßen archäologisch zu konservieren bzw. teilweise wieder auszugraben. Die Porträts in einer Länge zwischen 52 und 225 Minuten sind genauso unterschiedlich wie ihre Regisseure und ihre nationalen Filmkulturen.
Während einige unter ihnen sich eher auf eine analytische Chronistenrolle zurückziehen, nutzen andere das von ihnen entwickelte Filmvokabular, um ihrer sehr persönlichen Sicht auf das Kino Ausdruck zu verleihen. So versammelt beispielsweise der deutsche Regisseur Edgar Reitz einige der berühmtesten deutschen Regisseure in den Kinosesseln einer imaginären futuristischen Kinemathek, um sie zu ihren wichtigsten Filmen und damit auch über den Zustand der BRD zu befragen. Jean- Luc Godard wiederum verwickelt Michel Piccoli, Ehrenpräsident einer vom französischen Staat ins Leben gerufenen Vereinigung zur Restaurierung von Filmklassikern, in eine Diskussion über Sinn und Nichtsinn von Geburtstagsfeiern. Mit dem Lewis-Carroll-Zitat „Alles Gute zum Nicht-Geburtstag“ macht er den zunehmend unsichereren Piccoli darauf aufmerksam, dass man sich das ganze Brimborium sparen könnte, wären die französischen Sender und das französische Publikum nur bereit, das Kino jeden Tag zu feiern, anstatt mit amerikanischen Einheitsbrei vorlieb zu nehmen und gelegentlich einer Schar kulturell Auserwählter ein paar aufwändig restaurierte Klassiker zu kredenzen.
Weil Piccoli sich auf das moralisch-humanistische Denkspiel des Regisseurs einlässt, wird aus der Chronik bald ein echter Godard, dem man zwar vorwerfen mag, ein wenig allzu intensiv Bauchnabelschau zu treiben, aber gewiss nicht, weniger intelligent als die anderen Porträts nationaler Filmkulturen zu sein. Mit am leidenschaftlichsten geht seiner Aufgabe sicherlich Martin Scorsese nach, der – mit unglaublichem Detailwissen gegenüber der Filmkultur seiner Wahlheimat USA und seinem Herkunftsland Italien ausgestattet –in seinen beiden Dokumentationen eindringlich Filmhistorie mit den Inhalten einzelner Filme sowie sehr persönlichen Statements verbindet.
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Den 100. Geburtstag des Films – das Jubiläums-Jahr der ersten öffentlichen Kinovorführung 1895 in Paris – nahmen die Spezialisten des British Film Institut zum Anlass, die namhaftesten Regisseure der Gegenwart für eine Archäologie des filmischen Gedächtnisses zu gewinnen. Daraus entstanden siebzehn Porträts nationaler Filmgeschichten weltweit, mal spielerisch, mal filmhistorisch analytisch – und immer voller Faszination für das geschichtenerzählende Medium des 20. Jahrhunderts.Die Sehenswürdigkeiten ihres Landes stellen vor: Martin Scorsese für die USA, Stephen Frears für Großbritannien, Jean-Luc Godard für Frankreich, Edgar Reitz für Deutschland, Nagisa Oshima für Japan, Donald Black für Irland, Stig Björkmann für Skandinavien, George Miller für Australien, Sam Neill für Neuseeland, Nelson Pareira dos Santos für Lateinamerika, Stanley Kwan für China, Jang Sun-Woo für Korea, Mrinal Sen für Indien, Pawl Lozinski für Polen, Sergej Selyanov für Russland. Bernardo Bertolucci war so sehr in der Erstellung seines Filmes STEALING BEAUTY gefangen, dass er es nicht schaffte, seinen italienischen Teil fertigzustellen. Das holte Martin Scorsese nach, der als Kind in New Yorks »Little Italy« das mediterrane Kino entdeckte.
Erstmals wird diese filmische Weltreise in einer vollständigen Edition vorgelegt, auf 7 DVDs, durchweg deutsch untertitelt oder deutsch eingesprochen. Die einzelnen Filme haben eine Länge zwischen 52 und 225 Minuten.
Alle DVDs haben* das Bildformat 4:3
* Ton: Dolby Stereo
* Overvoice (Regisseursstimme) & Untertitel (Filmausschnitte)
Die Sehenswürdigkeiten ihres Landes stellen vor: Martin Scorsese für die USA, Stephen Frears für Großbritannien, Jean-Luc Godard für Frankreich, Edgar Reitz für Deutschland, Nagisa Oshima für Japan, Donald Black für Irland, Stig Björkmann für Skandinavien, George Miller für Australien, Sam Neill für Neuseeland, Nelson Pareira dos Santos für Lateinamerika, Stanley Kwan für China, Jang Sun-Woo für Korea, Mrinal Sen für Indien, Pawl Lozinski für Polen, Sergej Selyanov für Russland. Bernardo Bertolucci war so sehr in der Erstellung seines Filmes STEALING BEAUTY gefangen, dass er es nicht schaffte, seinen italienischen Teil fertigzustellen. Das holte Martin Scorsese nach, der als Kind in New Yorks »Little Italy« das mediterrane Kino entdeckte.
Filme in dieser Edition:Das Jahrhundert des Kinos: USA
Das Jahrhundert des Kinos: Asien
Das Jahrhundert des Kinos: Westeuropa
Das Jahrhundert des Kinos: Mittel- und Osteuropa
Das Jahrhundert des Kinos: Russland, Indien, Lateinamerika
Das Jahrhundert des Kinos: Skandinavien, Australien, Neuseeland
Das Jahrhundert des Kinos: Italien
Das Jahrhundert des KinosEine weltweite Filmgeschichte in 16 Teilen auf 7 DVDs
ARTE EDITION bei absolut MEDIEN
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Overvoice (Regisseursstimme) & Untertitel (Filmausschnitte)
Mit Kapiteleinteilung, Filmografie, Infos






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