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13.04.08 - 00.00 : Das Netz - 31/03/08

"Das Netz" von Lutz Dammbeck

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Theodore J. Kaczynski, der 1996 vom FBI als Terrorist verhaftet wurde, und spürt den Einflüssen und Utopien nach, unter denen seine Generation aufgewachsen ist. Dabei kommt er einem neuen Weltbild auf die Spur, das sich auf eine Vernetzung von Kybernetik, Multimediakunst und militärischer Forschung gründet.

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Im April 1996 wird Theodore J. Kaczynski vom FBI verhaftet. Dem ehemaligen Harvard-Absolventen und Mathematikprofessor wird zur Last gelegt, als so genannter Unabomber über 17 Jahre hinweg Anschläge gegen Personen aus Wissenschaft, Kunst, Militär und Computertechnologie verübt zu haben. Wieso wandelt sich ein Musterschüler mit einem IQ von 170 zu einem gesuchten Terroristen?

Der Dokumentarfilm spürt den Einflüssen und Utopien nach, unter denen Ted Kaczynski und seine Generation aufgewachsen sind: die Hippie-Kultur Kaliforniens mit ihren ausgeflippten Rockkonzerten und LSD-Räuschen, die Kunstszene New Yorks mit ihren schrägen Multimedia-Events und Beat-Happenings und die wissenschaftlichen Utopien einer durch Technologie versöhnten Welt, wie sie in den Laboren der Computerfreaks erdacht wurden.
Schon 1968 versucht der Physiker Heinz von Foerster in seinem Biological Lab an der Universität von Illinois die Verschmelzung von digitalen und biologischen Systemen. Die Horizonte scheinen sich in Wissenschaft, Kunst und Technologie nach allen Seiten zu öffnen. Mit Kybernetik, Multimediakunst und militärischer Forschung werden die Fundamente der Moderne neu gesetzt und zur Basis für heute weltweit vernetzte Maschinensysteme wie das Internets.

Dokumentarfilmer Lutz Dammbeck begegnet vielen Protagonisten dieser Zeit, die bis heute das künstlerische und intellektuelle Klima der USA bestimmen. Wie John Brockman, New Yorker Verleger, Literaturagent und Propagandist der neuen Computertechnologien. Oder Robert W. Taylor, der für das US-Verteidigungsministerium am Aufbau des Arpanets beteiligt war, dem direkten Vorläufer des Internet. Und auch ein Opfer des Unabombers, David Gelernter, Computerwissenschaftler und Künstler, kommt zu Wort. Was verbindet diese Personen, Orte und Ideen? Welches Weltbild steckt hinter den modernen Fundamenten aus Kybernetik, Multimediakunst und militärischer Forschung? Und wo bleibt der Mensch in diesem von binären Codes programmierten Universum?
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Das Netz
Dokumentarfilm von Lutz Dammbeck
Deutschland 2003, SWR
Ausstrahlung auf ARTE am Sonntag, den 13. April 2008 um 00.00 Uhr
>> Die Website zum Film


Buch
Lutz Dammbeck
Das Netz
Die Konstruktion des Unabombers
Mit einem Anhang: "Die Industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft"
Unabomber-Manifest von FC
Broschur, 192 Seiten, 38 S-W-Fotos
ISBN 3-89401-453-9
bei Edition Nautilus
>> Website des Verlags

DVD
"Das Netz" ist jetzt auch als DVD erhältlich
ARTE EDITION/absolut Medien
>> Information und Bestellung


Lutz Dammbeck
Lutz Dammbeck, geb. 1948 in Leipzig. Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1986 Übersiedlung mit der Fotografin Karin Plessing und dem gemeinsamen Kind Sophie nach Hamburg. Maler und Filmemacher, seit 1999 Leiter einer Medienklasse an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Erstellt: 16-12-05
Letzte Änderung: 31-03-08


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