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ARTE Experiment Wissen - Montag, 26. November 2007 um 22.25 Uhr - 21/11/07

Das heimliche Geschäft mit den Genen

Eine Dokumentation von Florence Martin-Kessler


Noch vor 50 Jahren war die Funktionsweise der menschlichen Zellen weitgehend unerforscht. Doch seit Biologen das enorme therapeutische Potenzial von Stammzellen entdeckten, sind sie ein wertvoller Rohstoff für die medizinische Forschung geworden, in den investiert und mit dem auch gehandelt wird. Dieser Handel ermöglicht einerseits die Finanzierung der Forschung. Andererseits stellt er unsere bisherigen Gewissheiten auf den Prüfstein und wirft eine Reihe ethischer Fragen auf.

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Los Angeles, 1990: John Moore verklagt seinen behandelnden Arzt, der ohne sein Wissen Milz- und Blutzellen von ihm kultivierte, patentieren ließ und an die pharmazeutische Industrie weiterverkaufte.

Dieser exemplarische Fall ist der Ausgangspunkt des Films, der darüber hinaus auch andere fragwürdige Beispiele der wirtschaftlichen Nutzung des menschlichen Körpers aufgreift: Um die Patentierung menschlichen Erbguts geht es in dem jüngsten Rechtsstreit zwischen der amerikanischen Firma Myriad und dem französischen "Institut Curie". Myriad hält das Patent auf ein Brustkrebsgen und damit das Weltmonopol auf die Brustkrebsdiagnose - und auf alle weiteren, von Myriad nicht erforschten Funktionen des Gens.

Auch die von der regenerativen Medizin eröffneten Therapieaussichten sind inzwischen Gegenstand eines lukrativen Geschäfts wie zum Beispiel die Verwertung von Nabelschnurblut. Besonders aber die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen ist in vielen Ländern umstritten.

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Das heimliche Geschäft mit den Genen
Dokumentation, Frankreich 2007, ARTE F, 52 Min.
Regie: Florence Martin-Kessler

Erstellt: 05-11-07
Letzte Änderung: 21-11-07