Mit Natalia Avelon, Matthias Schweighöfer, David Scheller, Alexander Scheer
Synopsis: Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Uschi Obermeier, die schnell zu einem Sex- Symbol der 68er Jahre wurde, und die ihre Freiheit über alles andere liebte.
Im Gespräch mit Uschi Obermaier
Im Gespräch mit Natalia Avelon / "Uschi Obermaier "
Im Gespräch mit Matthias Schweighöfer / "Rainer Langhans"
Im Gespräch mit David Scheller / "Dieter Bockhorn"
Im Gespräch mit Alexander Scheer / "Keith Richards"
Im Gespräch mit Achim Bornhak / Regisseur
Im Gespräch mit Dietmar Güntsche / Produzent Kritik: „Ich will nicht weiterkommen, ich will nur Spaß haben,“ sagt sie in einem breiten Münchner Vorstadtslang, der protziges Selbstbewusstsein suggeriert. „Du bist die geilste Fotze, die ich je kennen gelernt habe,“ gratuliert ihr ein Boxer, ein guter Kumpel des Abenteurers Dieter Bockhorn, mit dem sie um die Welt ziehen wird. Will man diesen Film mögen, sollte man sich an Dialoge dieser Art gewöhnen. Viel mehr sollte man sich nicht erwarten, dann wird man auch nicht enttäuscht.
Natalia Avelon spielt Uschi Obermeier, diese Besetzung ist hervorragend gelungen. Natalia Avelon ist sehr sehr hübsch und die in Deutschland aufgewachsene Polin hat es gelernt, mit dem Slang zu sprechen, der Obermeier stets eigen war. Wenn sie „der Mick“ sagt, dann meint sie Mick Jagger und „der Keith,“ das ist Keith Richards. Die beiden, das sind ihre Liebhaber. Aber es gibt noch mehr. Diese Vereinfachung passt, denn genau mit diesem Gestus der Selbstverständlichkeit ist Uschi, der Teenager aus München damals hineingeschneit in diese Welt des Sex, des Rock und der Drogen.
Von keinem ließ sich die Obermeier etwas verbieten, und die politischen Ideale der Kommune I, in der sie es mit Langhans trieb interessierten sie wenig. Sie wollte nur Spaß und gab dafür Gas. Das erzählt DAS WILDE LEBEN, er hakt ab, all die Stationen des Weges, den die rastlose Schönheit hinter sich ließ, und der durch ihre zahlreichen Männer gesäumt wurde. Leider gelingt es dem Film nicht, wirklich nah an seine Hauptdarstellerin heranzukommen, trotz des am Anfang und am Ende wie angeklebt wirkenden Off-Kommentars durch „die Uschi“. Vielleicht aber gab es auch einfach keine Tiefe zu finden, in ihrer Biografie, die als Grundlage für das Drehbuch diente, und die von Olaf Krämer in den 90er Jahren geschrieben wurde.
Sicher ist DAS WILDE LEBEN kein zufrieden stellendes Biopic geworden, und über die 68er Generation erzählt der Film auch kümmerlich wenig. Aber eine recht unterhaltsame Komödie ist er schon geworden. Gesetzt den Fall, man lässt sich auf den etwas trashigen Ton des Films ein. Die auf den ersten Blick völlig daneben besetzten Rollen, gewinnen dann bisweilen an Charme: Matthias Schweighöfer etwa gibt Rainer Langhans mit einer beeindruckend kindlichen Ernsthaftigkeit. Alexander Scheer hat Mühe, Keith Richards zu interpretieren, er wirkt stets zu jung und viel zu freundlich. Er bemüht sich zu sehr, dessen Fahrigkeit zu transportieren, die durch zu viele Drogen entsteht. David Scheller ist erstklassig als Dieter Bockhorn, eine wahre Kiezgröße
Bisweilen wirkt DAS WILDE LEBEN gar nicht so wild, sondern vielmehr fahrig und langatmig. Die Reise nach Indien gleitet dem Regisseur etwas aus den Händen, und die Bissigkeit der anfänglichen Dialoge lässt merklich nach. Dennoch ist die Uschi-Obermeier-Story sehenswert, und erwartungsgemäß zahlreichen freizügigen Szenen mit „der Film-Uschi“ enttäuschen nicht. Nana A.T. Rebhan






per E-Mail verschicken
Die 68er Ikone
Facebook
Twitter
RSS

