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Zyklus David Lynch - 16/09/08

David-Lynch-Ausstellung

Vom 3. März bis zum 3. Juni 2007 stellt die Cartier-Stiftung in Paris die Gemälde, Skulpturen, Lampen und Möbel aus, die David Lynch entwirft oder auch eigenhändig herstellt, wenn er nicht gerade einen Film dreht.

Unter dem Titel „The Air is on Fire“ (Die Luft brennt) nutzt die Ausstellung alle räumlichen und akustischen Gegebenheiten der am Boulevard Raspail gelegenen Fondation Cartier. Vom Konzept her greift die Ausstellung die Vorgehensweise des Künstlers auf, der sich häufig selber als Handwerker bezeichnet und sich mit sämtlichen Facetten und Etappen der Herstellung seiner Filme befasst, von den ersten Recherchen am Drehort über die Ausstattung bis hin zur Tonmischung.

Lynch dreht im Allgemeinen an realen Schauplätzen und legt sehr viel Wert auf die Stimmung am Set; es kommt sogar vor, dass er vor dem Drehen Musik spielen lässt. Seine Filme, die zugleich eine materialistische Weltanschauung vertreten und dem Unbewussten des Menschen auf der Spur sind, sind ebenso vielgestaltig wie seine Gemälde und Möbel.

Die demnächst in der Fondation Cartier ausgestellten Arbeiten des Meisters wurden, wenngleich in einer kleineren Auswahl, bereits in einigen Kunstgalerien in Tokyo (1991) und Los Angeles (1995) ausgestellt, sowie in Lodz (2003), wo Teile seines Films Inland Empire spielen.

Lynch enthüllt und verkauft bisweilen selbst einige seiner Werke auf seiner Website, insbesondere jene, die aus seinen Fotorecherchen stammen. Im Frühjahr kommt ebenfalls ein Buch auf den Markt, das sich mit dieser eher unbekannten Seite des großen Regisseurs befasst.

Julien Welter

Erstellt: 05-02-07
Letzte Änderung: 16-09-08