1908 wechselte er zu der Filmgesellschaft „American Biograph Company“, wo er mehr als 450 Filme drehte, darunter auch große Publikumserfolge. Er entdeckte die ersten Stars der Filmgeschichte wie „America’s Sweetheart“ Mary Pickford und die Gish-Schwestern Dorothy und Lillian.
Seine ehrgeizigen, jedoch finanziell desaströsen Projekte führten zu Spannungen zwischen Griffith und den Bossen des Filmstudios, die oft nicht bereit waren, die geforderten Mittel zu bewilligen. Gleichzeitig schuf er mit seinem brillanten Kameramann G. W. Bitzer die „filmische Grammatik“.
Mit dem rassistisch-reaktionären Film „Die Geburt einer Nation“, der die Nachwelt allerdings durch seinen stilistischen Einfallsreichtum bestach, wandte Griffith sich dem Genre des Monumentalfilms zu. In seinem Stummfilmepos „Intolerance“ experimentierte der Regisseur mit der Technik der Parallelmontage.
Seine neuartige Erzählweise verwirrte das Publikum, und Griffith musste weniger ambitionierte Projekte in angriff nehmen. Hinsichtlich der ästhetischen Weiterentwicklung des Films machte er jedoch nie Zugeständnisse.
Um seine künstlerische Unabhängigkeit zu wahren, gründete er 1919 gemeinsam mit Charlie Chaplin und dem Paar Mary Pickford/Douglas Fairbanks das Filmstudio „United Artists”.
Sein wunderbares Melodram „Gebrochene Blüten“ wurde ein Riesenerfolg. Trotz seines vielversprechenden Tonfilms „Abraham Lincoln“ konnte er in dem neuen Genre nicht Fuß fassen. Trotzdem war Griffith eine geachteter filmemacher und in den dreißiger Jahren erhielt er den Ehren-Oscar.
Er starb am 21.Juli 1948 in Hollywood.
„Jeder wahre Künstler unter den Filmschaffenden sollte irgendwann in seinem Leben versuchen, wenigstens einen Film für die Nachwelt, die Wahrheit und die Schönheit zu machen, und sich dabei im Klaren darüber sein, dass dieser Film kein Kassenschlager wird - genauso wenig wie die Werke Shakespeares oder Homers Bestseller sind.Auf der Suche nach dem Wahren und Schönen sollte er sich nicht zu sehr um seine wirtschaftliche Zukunft kümmern. Denn ein finanzieller Erfolg bedeutet noch lange nicht, eine besondere Leistung vollbracht zu haben."
So wurde „Intolerance“, vielleicht der einzige Monumentalfilm, bei dem ich nicht auf das Geld geachtet hatte, ein wirtschaftlicher Flop. Er kostete mich ein wahres Vermögen. Ein Jahr nach den Dreharbeiten hatte ich immer noch keinen Geldgeber für meinen nächsten Film gefunden. Aber „Intolerance“ hat mir die Freundschaft mehrerer fähiger Leute eingebracht. Zehn Jahre nach der Fertigstellung brachte „Film Arts Guild“ den Monumentalfilm noch einmal in New York auf die Leinwand und dieses Mal wurde er – ganz im Gegensatz zur Uraufführung, wo er auf Unverständnis und Desinteresse stieß - von dem Publikum begeistert aufgenommen." (D.W Griffith über „Intolerance“, zitiert in: „CINEA-CINE pour tous“, Nr. 140, 15. September 1929.
Filmografie (Auswahl)
In Old California (1910)
Judith of Bethulia (1914)
Home, Sweet Home (1914)
The Birth of a Nation (1915)
INTOLERANCE: Love’s Struggle Throughout the Ages (1916)
Hearts of the World (1918)
Broken Blossoms or The Yellow Man and the Girl (1919)
True Heart Susie (1919)
Way Down East (1920)
Orphans of the Storm (1921)
One Exciting Night (1922)
The White Rose (1923)
Isn’t Life Wonderful (1924)
Sally of the Sawdust (1925)
Sorrow of Satan (1926 )
Abraham Lincoln (1930)






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

