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Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

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11/05/10

Donnerstag, den 18. März 2010

Klaus Lemke
Er ist der König des deutschen Independentfilms, der Rocker unter den Filmemachern. Klaus Lemkes Filme sind Low Budget – natürlich mit voller Absicht. Seine Schauspieler castet er auf der Straße. Und seine Geschichten handeln fast immer von Sex & Crime. Zeit, dass sich „Tracks“ mit ihm beschäftigt.

The Dead Weather
Wenn es Rockstars in ihren eigenen Bands und bei den After-Show-Partys zu langweilig geworden ist, bleibt für sie meist nur eines: Sie gründen eine Supergroup. Auch Jack White ging das so und weil seine Kumpels Alison Mosshart von den Kills, Jack Lawrence von den Raconteurs und Dean Fertita von den Queens of the Stone Age auch gerade nichts zu tun hatten, fanden sie sich 2009 als Supergroup The Dead Weather zusammen. Ihr Southern Gothic Blues macht düster, rumpelig und stylish da weiter, wo ihre anderen Bands aufgehört haben …

Wolfgang Flatz
Der Künstler Flatz ist nicht zimperlich: Er ließ ein Haus zur künstlerischen Entsorgung in die Luft sprengen, warf in Zeiten von BSE in Berlin eine tote Kuh aus dem Helikopter oder positionierte einen goldgestrichenen Wohnwagen im Geäst eines Baumes. Die Aktionen des österreichischen Künstlers Flatz sind spektakuläre Happenings, bei denen Gewalt und Aggression nie weit weg sind. Seine Spezialität: Performances, bei denen der Künstler den eigenen Körper als Mittel einsetzt. 1999 zum Beispiel testete er in Tiflis an sich selbst Foltermethoden aus dem zaristischen Russland. Fünf Minuten lang wurde er – kopfüber an den Beinen aufgehängt – zwischen zwei Stahlplatten wie ein Glockenklöppel hin und her geschleudert. Bis er ohnmächtig wurde. Und auch bei seiner neuesten Aktion grüßt die Todesgefahr: Der Künstler schlägt seinen Kopf gegen Wände, so lange bis das Publikum geht oder die Wand aufgibt …

Yarn Bombing
Yarn Bombing – was gewaltig klingt, ist nichts anderes als gestricktes, gesticktes oder gehäkeltes Graffiti. Das Material: Wolle, Garn oder Fäden. Erfunden wurde diese Verbindung zwischen Strickhandwerk und Graffiti in den USA von einer Gruppe namens Knitta Please, deren wichtigster Kopf die Künstlerin Magda Sayeg ist. Mittlerweile verzieren eingestrickte Telefonhörer in Telefonzellen, umhäkelte Laternenmasten und Parkscheinautomaten die westlichen Metropolen. Nicht jedem gefällt das, klar, dass auch die Münchner Yarn-Bombing-Aktivisten um den Künstler Klaus Erich Dietl es schon mehrmals mit der Polizei zu tun bekamen. Egal, meint die Österreicherin Christine Pavlic und bestickt äußerst aufwendig und kunstvoll Parkbänke. „Tracks“ feiert den Aufstand der textilen Zeichen.

Band of Skulls
Sie bringen den Blues zurück: Band of Skulls. Ihr Song „Friends“ schaffte es auf den teeniekreischverdächtigen New Moon-Soundtrack, People-Magazi nannte sie „Best New British Band since the Arctic Monkeys“ und der NME schrieb: “Eine viel charmantere Version, von dem, was Jack White mit the Dead Weather zu machen versucht”. Jack White kann sich also schon mal warm anziehen, er bekommt Konkurrenz - und das ausgerechnet von einer Kunsthochschulband aus dem verschlafenen südenglischen Southampton. Dort trafen die beiden Sandkastenfreunde Matthew Hayward und Russell Marsden vor zwei Jahren auf die Kunststudentin Emma Richardson – seitdem stehen die Drei zusammen auf der Bühne. Ihr Debütalbum „Baby Darling Doll Face Honey“ klingt im Gegensatz zum Albumtitel ganz und gar nicht niedlich, sondern kracht ganz anständig und wirbelt dabei ordentlich Staub auf. „Tracks“ trifft das Trio auf ihrer ersten Welttournee in Berlin.

Tracks
Dienstag 23. März 2010 um 05.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2010, 52mn)
BR

Erstellt: 04-02-10
Letzte Änderung: 11-05-10