
(Deutschland, 1927, 101mn)
ARTE/ZDF
Regie: Rolf Randolf
Kamera: Willy Hameister
Musik: Hans May (verschollen), Pierre Oser, im Auftrag des WDR
Musik: Pierre Oser (2009 im Auftrag des WDR), Hans May , WDR Rundfunkorchester Köln
Darsteller: Carl de Vogt (Bettler), Elza Temary (Mabel Strong), Hanni Weiße (Madame Tréville), Henry Stuart (Tom Wilkins), Robert Scholz (Marquis de Puissac)
Autor: Emanuel Alfieri
Produzent: Internationale Film AG (IFA) Berlin

Kriminalgeschichten gepaart mit Action- und Abenteuereinlagen waren immer schon populär, im Tonfilm wie im Stummfilm. Einer der bekanntesten Vertreter des Genres ist Harry Piel, der als Detektiv Joe Deebs in zahlreichen Filmen auftrat, oder eben Tom Wilkins, gespielt von dem britisch-stämmigen Schauspieler Henry Stuart, der hier wie in anderen Filmen den Gentleman und noblen Liebhaber gibt. Den Anführer der Ganoven spielt der bekannte Schauspieler Carl de Vogt, der in großen Stummfilmproduktionen wie "Die Spinnen" oder "Nathan der Weise" mitwirkte und dort immer sinistre Figuren gab.
"Der Bettler vom Kölner Dom" hingegen bietet ein charmantes Spiel mit dem Genre, welches im Film mit seinen maskierten Schurken und verkleideten Ermittlern ironisiert wird. Niemand ist der, der er zu sein vorgibt. Der Ernst der Ganovenhetze wird immer wieder gebrochen durch die Auftritte zweier kauziger Privatdetektive, die an Hergés berühmtes Ermittlerduo Schulze und Schultze aus den "Tim und Struppi"-Comics erinnern.






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