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Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart vom 27. August 2009 - 24/08/09

Der Dorflehrer

Ein Film von Bohdan Sláma


( Arte Bewertung: 3 ) Sensibles Drama um unerfüllte Liebe.

  • Trailer – Der Dorflehrer

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Synopsis: Petr lässt sich von einem elitären Gymnasium in Prag an eine kleine Dorfschule versetzen. In seinem Biologieunterricht lehrt er seine Schüler die Schönheit der Natur und dass nur der, der die Natur versteht, auch sich selbst versteht. Petr ist schwul, hat sich aber vorgenommen, die weiteren Jahre ohne sexuelle Erfüllung seinem Beruf zu dienen. Wird sein Wille stark genug sein?

Kritik: Bereits in seinen international erfolgreichen ersten Filmen "Wilde Bienen" (2001) und "Jahreszeit des Glücks" (2005) bewies der tschechische Autor und Regisseur Bohdan Sláma seine gute Beobachtungsgabe und sensible Wiedergabe komplexer emotionaler innerer Zustände seiner Figuren. Für die Rolle des Dorflehrers hat er mit Pavel Liska - der bereits in seinen beiden anderen Filmen zu sehen war - eine großartige Besetzung gefunden. Mit seinem zurück genommenen Spiel macht er die innere Tragik seiner Figur spür- und sichtbar.

Der Dorflehrer
Deutschland, Frankreich, Tschechische Republik 2008, 110 Min.
Buch und Regie: Bohdan Sláma
Mit Pavel Liska, Marek Daniel, Zuzana Bydzovská, Ladislav Sedivy, Tereza Vorísková
Gleich zu Beginn erklärt der Lehrer seinen Schülern das Wesen der Schnecke. Zur besseren Illustration hat er eine Handvoll Schneckenhäuser dabei, die er sich an die einzelnen Finger steckt. Diese Szene wird im Laufe des Films ihr Bedeutungspotential enthüllen, wie dies viele andere kleine Szenen, Momente und Dinge in diesem Film tun werden. Fast überfrachtet Sláma sein Werk mit zu viel verpackter Bedeutung, aber er gleicht dies durch die in ihrer ganzen Schönheit und Pracht gezeigte Natur aus.

"Der Dorflehrer" ist ein stiller ruhiger Film mit gelegentlichen emotionalen Explosionen. Die Kamera fängt die Figuren und Landschaften in langen ruhigen Einstellungen ein, in denen zumeist auch geschwenkt wird. Dadurch entsteht die - bisweilen auch ein wenig artifizielle - Bewegung eines Flusses, die den Film voranträgt.

"Jeder braucht jemanden" ist die schlichte wie ergreifende Botschaft des Films. Dieser Jemand ist im Idealfall der Mensch, auf den die persönliche Liebe fällt. Doch diese will erwidert werden. Vier Menschen lieben in "Der Dorflehrer" einen jeweils anderen, der wiederum auch einen anderen liebt. Der Dorflehrer Petr, die gestandene Bäuerin Marie, ihr Sohn Lada und schließlich der Ex-Freund Petrs - ein Schnösel aus der Stadt - sie alle lieben ohne von der auserwählten Person zurück geliebt zu werden.

Doch auch wenn es nicht gleich die große Liebe ist, so "brauchen wir doch andere Menschen, weil wir nur in der positiven Beziehung mit anderen Menschen Glück finden," weiß Regisseur Sláma. So verzagen die von ihm gezeigten Menschen nicht, sondern sie wissen sich zu helfen. Auch wenn dies nur manchmal zum gewünschten Erfolg führt.

Nana A.T. Rebhan

Erstellt: 15-02-09
Letzte Änderung: 24-08-09