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Samstag, 16. Februar 2008 um 22.25 Uhr - 30/01/08

Der Grenzer und das Mädchen

Er ist ein grundsolider Grenzschützer, sie eine lebenshungrige Fluchthelferin. Hans-Werner Müller und die junge Ukrainerin Lippa stehen auf unterschiedlichen Seiten - doch an der neuen EU-Ostgrenze gerät die Welt des pflichtbewussten deutschen Beamten gründlich aus den Fugen.

© WDR/Marc Meyerbroeker
Im Osten Polens, dort, wo die EU aufhört und das Territorium der Ukraine beginnt, soll der Grenzer Hans-Werner Müller seine Kollegen auf Westniveau trimmen. Doch der gutmütige Beamte fühlt sich nicht wohl in seiner Haut. Sein jüngerer Vorgesetzter Walter Rathke ist ein scharfer Hund und moniert jeden Fehler. Auch privat läuft es nicht gut für Müller: Seine Frau Claudia ist im fernen Berlin geblieben. Innerlich ist sie schon lange auf Distanz zu ihrem Mann gegangen.

In dieser schwierigen Situation unterläuft ihm ein Fehler: Als er die gerade erst gefasste Fluchthelferin Lippa für einen kurzen Augenblick allein lässt, gelingt ihr die Flucht. Kurze Zeit später laufen sich die beiden jedoch erneut über den Weg. Müller nimmt die Verfolgung auf - und verstaucht sich in dem unwegsamen Waldgebiet zwischen Polen und der Ukraine den Knöchel. Es ist ausgerechnet Lippa, die ihm hilft, und zum ersten Mal lernt Müller das Leben jenseits der Grenze kennen, eine ihm völlig fremde Welt.
Lippas Bruder Rocki reagiert aggressiv auf den Grenzer, den natürlichen Feind eines jeden Fluchthelfers. Doch Lippa weist ihn in die Schranken: Sie hat Müller geholfen, also wird er ihr auch eines Tages helfen - so lautet der Deal. Als Rocki von konkurrierenden Fluchthelfern entführt wird und auch Lippa in Gefahr gerät, bittet sie den Grenzbeamten um Hilfe. In einem berüchtigten Hotel finden sie Zuflucht - doch Lippas Annäherungsversuche bringen Müller aus der Fassung, und vor der Zimmertür stehen auf einmal polnische Kollegen...

© WDR/Marc Meyerbroeker
Der Drehbuchautor und Regisseur Hartmut Schoen, 1951 in Heidenheim geboren, wurde für "Der Grenzer und das Mädchen" mit dem CIVIS Medienpreis sowie mit dem Preis für das beste Drehbuch bei den Rencontres Internationales de Television in Reims ausgezeichnet. Bereits im Jahr 2000 gewann er den Adolf-Grimme-Preis, den Bayrischen und den Deutschen Fernsehpreis für "Warten ist der Tod" (1999) sowie einen Adolf Grimme Preis für "Zuckerbrot" (2003). Wie auch in den Filmen "Die Mauer - Berlin '61" (2006) und "Vom Küssen und vom Fliegen" (2000) schrieb Schoen das Drehbuch und realisierte sie als Regisseur.
© WDR/CineCentrum Berlin
Der 47-jährige Wahlberliner Axel Prahl besuchte die Kieler Schauspielschule und feierte seinen Durchbruch mit der Hauptrolle in "Die Polizistin" (2000), für die er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Dieser Erfolg setzte sich in Filmen wie "Die Hoffnung stirbt zuletzt" (2001; Adolf Grimme Preis als bester Darsteller, Bayrischer Filmpreis als bester Hauptdarsteller) und Andreas Dresens Überraschungserfolg "Halbe Treppe" (2001; ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären, dem Deutschen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis) fort. Für die Hauptrolle in "Willenbrock" wurde er 2006 mit dem Preis der deutschen Filmkritiker ausgezeichnet.
Die 27-jährige Margerita Breitkreiz wurde 2005 für das Fernsehen entdeckt. Seitdem spielte sie in mehreren TV-Serien (unter anderem Bella Block, SOKO Donau, Die Rosenheim-Cops) sowie in den Kurzfilmen "Otjesd" (2005) und "Tango apasionado" (2006). "Der Grenzer und das Mädchen" war ihre erste große Rolle.

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Der Grenzer und das Mädchen
(Un dangereux flirt)
Regie: Hartmut Schoen; Buch: Hartmut Schoen; Kostüme: Dorotha Roqueplo; Kamera: Gero Steffen; Schnitt: Vessela Martschewski; Ton: Michal Zarnecki; Musik: Matthias Frey; Produzent: Dagmar Rosenbauer; Produktion: CineCentrum Berlin, WDR; Redaktion: Michael André
Mit: Axel Prahl - (Hans-Werner Müller), Margarita Breitkreiz - (Lippa), Ivan Shvedoff - (Rocki), Birge Schade - (Claudia Müller), Matthias Koeberlin - (Walter Rathke), Barbara Morawiecz - (Frau Podgorka), Pawel Burczyk - (Marek), Teresa Dzielska - (Agatha Lesko)
ARTE/WDR, Deutschland 2005, 89 Min.
Wiederholung, 24. Februar, 16.15 Uhr

Erstellt: 30-01-08
Letzte Änderung: 30-01-08