
um 22.00 Uhr

Wie viele Frauen hat die Slowakin schmerzhafte Monatsblutungen. Ist das vielleicht ein Zeichen für Krankheit? Haben diese Krämpfe tiefere Gründe, vielleicht familiärer, sozialer, kultureller oder gar politischer Art? Mit diesen ganz persönlichen Fragen stürzt sich die junge Frau in unorthodoxe, aber sehr ernstgemeinte Recherchen über die Menstruation, die noch weitgehend hinter vorgehaltener Hand behandelt wird. Das Einsetzen der Monatsblutung verspricht zwar Fruchtbarkeit, doch seit Jahrhunderten sind „die Tage“ in der ganzen Welt negativ besetzt: Unreinheit, Launenhaftigkeit, ineffizientes Arbeiten, allerlei Aberglaube und in vielen Fällen erhebliche körperliche und psychische Beeinträchtigung werden mit ihnen in Verbindung gebracht. Handelt es sich um einen Fluch? Eine Verschwörung der Männer? Feministische Solidarität? Die Suche nach Vorurteilen und Möglichkeiten, dagegen anzugehen, führt die Regisseurin von ihrer Heimatstadt Bratislava über Spanien, London und Paris bis nach Brasilien. Bei dieser humorvollen Investigation spricht sie mit Ärzten und Fachleuten (Anthropologen, Soziologen, Psychoanalytikern u.a.). Einem 12-jährigen Mädchen überlässt sie ihre Videokamera; es erzählt vor der Kamera von ihrer Angst vor dem Tag, an dem sie das erste Mal ihre Regel bekommt. Und Diana organisiert Begegnungen mit Frauen in der gleichen Situation. Eine originelle Dokumentation, die mit Kinderzeichnungen, Animationen, historischen Annoncen und Werbeparodien arbeitet.
Der Film gibt keine Antworten, sondern öffnet vielmehr den Wahrnehmungshorizont. Allein schon durch die Tatsache, bestimmte Dinge auszusprechen, zu erfahren und weiterzugeben kommt er seinem Ziel, der Emanzipation, etwas näher.
Videoauszüge aus dem Dokumentarfilm







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