Kino auf ARTE - 13/12/11
Der Name der Rose
(Il nome della rosa)
Spielfilm, Frankreich/Deutschland/Italien 1986
Regie: Jean-Jacques Annaud; Buch: Andrew Birkin, Gérard Brach, Howard Franklin, Alain Godard; Kamera: Tonino Delli Colli, Tonino Delli Colli; Schnitt: Jane Seitz; Musik: James Horner; Produzent: Bernd Eichinger; Produktion: Neue Constantin, Cristaldi, Les Films d'Ariane, ZDF; Buch/Autor: Umberto Eco
Mit: Sean Connery - (William von Baskerville), Christian Slater - (Adson von Melk), Michael Lonsdale - (Der Abt), Helmut Qualtinger - (Remigio de Varagine), F. Murray Abraham - (Bernardo Gui), Elya Baskin - (Severinus), Feodor Chaliapin Jr. - (Jorge de Burgos), Ron Perlman - (Salvatore), Volker Prechtel - (Kardinal Bertrand), William Hickey - (Ubertino de Casale), Valentina Vargas - (Bauernmädchen), Lucien Bodard - (Kardinal Bertrand)
Der Franziskanermönch William von Baskerville deckt in einer Benediktinerabtei eine unheimliche Mordserie auf. In vielfacher Hinsicht ein gefährliches Unternehmen, spielt es doch unter den Augen der Inquisition in der von Satansglauben und Hexenfurcht erfüllten Welt des späten Mittelalters. Die Scheiterhaufen brennen schon, als William vor der überraschenden Lösung des Rätsels steht.
Im Jahr 1327 sterben Mönche in einer norditalienischen Benediktinerabtei unter rätselhaften Umständen. Der Franziskaner William von Baskerville wird vom Abt beauftragt, die Fälle zu untersuchen. Unterstützt wird er dabei von dem jungen Novizen Adson von Melk. Zugleich wird im Kloster eine päpstliche Abordnung aus Avignon sowie eine Franziskanerabordnung erwartet, um sich der Frage der Armut Christi zu widmen. Hinter dieser Streitfrage verbirgt sich eines der schwerwiegendsten Probleme des 14. Jahrhunderts, nämlich das Aufbegehren gegen eine reiche Kirche und gegen ein Papsttum, insofern es die weltliche und geistliche Macht ausübt.
Und da zu dieser Zeit auch ketzerische Bewegungen blühen, wundert sich niemand über die Ankunft des Dominikaners und Inquisitors Bernardo Gui, eines langjährigen Erzfeindes von William von Baskerville. In dem riesigen Kloster breitet sich Angst aus. Einige fürchten das Ende der Welt, andere bereiten die Scheiterhaufen für diejenigen vor, die die Inquisition schuldig sprechen wird. Aber wer ist schuldig und wer unschuldig? Oder sind am Ende alle mit Schuld beladen? Dann macht der Novize Adson einige seltsame Entdeckungen und sein Mentor William versucht, den Geheimnissen mit streng experimenteller Methode beizukommen. Die Spur führt die beiden in die als Labyrinth angelegte Bibliothek in den oberen Stockwerken des Klosters.
Der Film nach dem berühmten gleichnamigen Roman von Umberto Eco zeichnet ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen religiösen, sozialen und politischen Konflikten.
Jean-Jacques Annauds Historienkrimi erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Bambi Medienpreis 1986 für Bernd Eichinger als bester Produzent, den César 1986 als bester ausländischer Film, die Goldene Leinwand 1986, den deutschen Filmpreis 1987 und das Filmband in Gold für das Ausstattungsteam und für Hauptdarsteller Sean Connery sowie ein Filmband in Silber für die Herstellung.
Der Name der Rose
Freitag 23. Dezember 2011 um 01.50 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, Deutschland, Italien, 1986, 126mn)
ARTE
Erstellt: 13-12-11
Letzte Änderung: 13-12-11