"Unsere Idee war: Raum schaffen für den Raum."
Eingespannt in ein Stahlbetongerüst und doch transparent präsentiert sich das neue Tanz-Center. Ganz wie Preljocajs Choreografien: herb und romantisch, sinnlich und grafisch streng zugleich."Das Gebäude ist alles andere als ein Kompromiss, es ist ein starker architektonischer Akt."
"Die tragenden Elemente sind draußen. Das schafft innen wirklich freien Raum. Und für mich ist der Raum das Medium der Bewegung und des Tanzes."
"Der Veranstaltungssaal ist unterirdisch, er hat was von einem Bauch. Es ist ein rätselhafter Ort, und wer dort etwas entdecken will, muss eine Anstrengung unternehmen."
Seit 20 Jahren international anerkannt, hat sich das Preljocaj-Ballett in zähem Ringen angenehme Arbeitsbedingungen erobert. Und die will sein Chef jetzt im neuen Tanz-Zentrum auch mit anderen teilen.
"Das Balett braucht Mittel, und vor allem geeignete Räume, daran fehlt es besonders. Sogar die Nationalen Tanz-Zentren bestehen oft nur aus einem Probensaal, einem Büro und einem Kostüm-Atelier. Ein Veranstaltungssaal ist die Ausnahme. Die Choreografen müssen ja bei Theatern und Festivals regelrecht um geeignete Säle betteln, wenn sie ihre Arbeit zeigen wollen."
"Es ist ein Sieg der Vernunft über die herrschende Barbarei. Und deshalb bin ich auch glücklich, dass es der "Schwarze Pavillon" heißt. Denn das erinnert an die Piratenflagge, an unseren Kampf und an unseren kleinen Sieg."
Die "Vier Jahrezeiten", eines der letzten Stücke des Preljocaj-Balletts, eröffneten die Saison im neuen Tanztempel. Zusammen mit dem "Fire Sketch", Preljocajs Hommage an Paul Cézanne. Jetzt hat der Choreograf Zeit für ein neues, großes Projekt: eine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen!
Pavillon noir: Ballet Preljocaj, centre chorégraphique national
Metapolis II, Samstag 4. november im Pavillon Noir..........................................................................................
ARTE Kultur
Von Montag bis Samstag um 20.00






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